Welche GOÄ-Ziffern sind für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Nuklearmedizin für das Thema „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ in Betracht?
Für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5423 und GOÄ-Nr. 5486 als Kernpositionen. Weitere GOÄ-Zusatzpositionen sind nicht pauschal hinterlegt. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Bei der Abrechnung von „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ stehen Myokardszintigraphie, Belastung, Stress, Adenosin, Regadenoson, SPECT. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Organ- und Fragestellungsbezug, Radiopharmakon, Aufnahme- oder Messprotokoll, Auswertung, zeitlich getrennte Leistungsphasen und gesonderte Auslagen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5423 | Kernposition | Myokard-Szintigraphie mit Tracern unter Belastung (körperlich/medikamentös), ggf. mit begleitendem EKG. |
| GOÄ-Nr. 5486 | Kernposition | Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) mit Darstellung in drei Ebenen |
| SACHKOSTEN | Auslage / Sachkosten | Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Myokard-Szintigraphie mit Tracern unter Belastung (körperlich/medikamentös), ggf. mit begleitendem EKG.
Kernposition der Kombination
Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) mit Darstellung in drei Ebenen
Bedingte oder alternative Position
Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.
Wie grenzt sich „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Myokardszintigraphie in Ruhe mit SPECT“ sowie „Myokardszintigraphie in Ruhe und unter Stimulation mit SPECT“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Myokardszintigraphie, Belastung, Stress, Adenosin
Indikation, Radiopharmakon und Aktivität, Untersuchungsprotokoll, Aufnahmezeitpunkte, Auswertung und tatsächlich verwendete Sachmittel
GOÄ-Nr. 5423: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5423
GOÄ-Nr. 5486: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5486
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5423 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5423); GOÄ-Nr. 5486 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5486). Nicht erbrachte Zusatzleistungen werden nicht aus der Behandlungsbezeichnung ergänzt. Die verwendete Auslage Myokardaffines Radiopharmazeutikum wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ gesondert zu prüfen?
Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.
SACHKOSTEN
Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Nuklearmedizinische Leistungsphasen und Radiopharmaka-Auslagen sind getrennt nach Durchführung, Zeitpunkt und tatsächlicher Verwendung zu prüfen.
2.
Prüfpunkt 2
Bei „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
3.
Prüfpunkt 3
Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Nuklearmedizin-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Myokardszintigraphie in Ruhe und unter Stimulation mit SPECT
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5423 und GOÄ-Nr. 5486. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Myokardszintigraphie unter körperlicher oder pharmakologischer Stimulation mit SPECT“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Myokardszintigraphie in Ruhe mit SPECT“ sowie „Myokardszintigraphie in Ruhe und unter Stimulation mit SPECT“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
