Welche GOÄ-Ziffern sind für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Nuklearmedizin für das Thema „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“.

FachgruppeNuklearmedizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 5455 und GOÄ-Nr. 5481
Nur bei ZusatzleistungKeine zusätzlichen GOÄ-Positionen hinterlegt
Auslagen / Sachkosten1 gesondert zu prüfende Position
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ in Betracht?

Für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5455 und GOÄ-Nr. 5481 als Kernpositionen. Weitere GOÄ-Zusatzpositionen sind nicht pauschal hinterlegt. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.

Bei der Abrechnung von „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ stehen Magenentleerung, Ösophaguspassage, hepatobiliäre Sequenz, Blutungsquellensuche, Sequenzszintigraphie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Organ- und Fragestellungsbezug, Radiopharmakon, Aufnahme- oder Messprotokoll, Auswertung, zeitlich getrennte Leistungsphasen und gesonderte Auslagen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 5455KernpositionSzintigraphie Gastrointestinaltrakt (Speicheldrüsen, Ösophagus, Magenentleerung, Gallenwege, Blutungsquelle, Meckel-Divertikel).
GOÄ-Nr. 5481KernpositionNur bei zusätzlich tatsächlich erbrachter Sequenzszintigraphie mit mindestens sechs Bildern in schneller Folge und dokumentierter Indikation.
SACHKOSTENAuslage / SachkostenNur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 5455

Kernposition der Kombination

Szintigraphie Gastrointestinaltrakt (Speicheldrüsen, Ösophagus, Magenentleerung, Gallenwege, Blutungsquelle, Meckel-Divertikel).

GOÄ 5481

Kernposition der Kombination

Nur bei zusätzlich tatsächlich erbrachter Sequenzszintigraphie mit mindestens sechs Bildern in schneller Folge und dokumentierter Indikation.

Hinterlegter Faktor: 1
SACHKOSTEN

Bedingte oder alternative Position

Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.

Wie grenzt sich „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Szintigraphische Untersuchung des Gastrointestinaltrakts“ sowie „Funktionsszintigraphie mit Sequenz, Zeit-Radioaktivitätskurven und quantifizierender Berechnung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Magenentleerung, Ösophaguspassage, hepatobiliäre Sequenz, Blutungsquellensuche

Indikation, Radiopharmakon und Aktivität, Untersuchungsprotokoll, Aufnahmezeitpunkte, Auswertung und tatsächlich verwendete Sachmittel

GOÄ-Nr. 5455: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5455

GOÄ-Nr. 5481: Nur bei zusätzlich tatsächlich erbrachter Sequenzszintigraphie mit mindestens sechs Bildern in schneller Folge und dokumentierter Indikation.

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5455 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5455); GOÄ-Nr. 5481 (Nur bei zusätzlich tatsächlich erbrachter Sequenzszintigraphie mit mindestens sechs Bildern in schneller Folge und…). Nicht erbrachte Zusatzleistungen werden nicht aus der Behandlungsbezeichnung ergänzt. Die verwendete Auslage Radiopharmazeutikum für Gastrointestinal-/Sequenzszintigraphie wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ gesondert zu prüfen?

Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.

SACHKOSTEN

Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Nuklearmedizinische Leistungsphasen und Radiopharmaka-Auslagen sind getrennt nach Durchführung, Zeitpunkt und tatsächlicher Verwendung zu prüfen.


2.

Prüfpunkt 2

Bei „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


3.

Prüfpunkt 3

Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Nuklearmedizin-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5455 und GOÄ-Nr. 5481 als Kernpositionen. Weitere GOÄ-Zusatzpositionen sind nicht pauschal hinterlegt. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5455 und GOÄ-Nr. 5481. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Gastrointestinale Szintigraphie mit zusätzlicher Sequenzszintigraphie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Szintigraphische Untersuchung des Gastrointestinaltrakts“ sowie „Funktionsszintigraphie mit Sequenz, Zeit-Radioaktivitätskurven und quantifizierender Berechnung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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