Welche GOÄ-Ziffern sind für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichHarnröhre und äußeres Genitale
KernpositionenGOÄ-Nr. 1702
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 3511
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ in Betracht?

Für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1702 als Kernposition. GOÄ-Nr. 3511 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ stehen Harnröhrenstriktur, filiform, Leitsonde. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1702KernpositionDehnung der männlichen Harnröhre mit filiformen Bougies und/oder Leitsonde, erste Sitzung
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1702

Kernposition der Kombination

Dehnung der männlichen Harnröhre mit filiformen Bougies und/oder Leitsonde, erste Sitzung

GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Strikturgrad
Leitsonden-/Bougieverfahren
Erfolg und Komplikationen
Katheteranlage

Wie grenzt sich „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung“ sowie „Dehnung der weiblichen Harnröhre“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Harnröhrenstriktur, filiform, Leitsonde

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1702: Dehnung der männlichen Harnröhre mit filiformen Bougies und/oder Leitsonde, erste Sitzung

Strikturgrad

Leitsonden-/Bougieverfahren

Erfolg und Komplikationen

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1702 (Dehnung der männlichen Harnröhre mit filiformen Bougies und/oder Leitsonde, erste Sitzung). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 3511 gilt zusätzlich: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 3511 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dehnung der weiblichen Harnröhre

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Diagnostische Urethroskopie

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Harnröhrenstriktur – Spaltung nach Otis

Dazu gehören:

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1702 als Kernposition. GOÄ-Nr. 3511 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1702. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Komplexe männliche Harnröhrendehnung mit filiformen Bougies“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung“ sowie „Dehnung der weiblichen Harnröhre“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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