Plastische Korrektur einer verengten oder erweiterten Lidspalte oder eines Epikanthus

Abrechnungshinweise für Ästhetische und Plastische Medizin

FachgruppeÄsthetische und Plastische Medizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 1302
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 444
GOÄ-Abrechnung für Plastische Korrektur einer verengten oder erweiterten Lidspalte oder eines Epikanthus

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Stellt Lidstellung und Lidschluss so wieder her, dass Hornhautschutz, Gesichtsfeld und Symmetrie verbessert werden, ohne die Lidfunktion zu destabilisieren. Der Eingriff umfasst plastische Korrektur der verengten oder erweiterten Lidspalte oder des Epikanthus.

Wann ist sie anwendbar?

Bei funktionell relevanter Fehlstellung, Expositionsbeschwerden, Gesichtsfeldeinschränkung oder rekonstruktivem Defekt nach genauer Lid- und Augenoberflächenprüfung. Erforderliche Kernleistung: Plastische Korrektur der verengten oder erweiterten Lidspalte oder des Epikanthus; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: Nur bei vollständiger direkter Leistungslegende.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1302KernpositionPlastische Korrektur der verengten oder erweiterten Lidspalte oder des Epikanthus. Nur bei vollständiger direkter Leistungslegende; nicht automatisch für reine kosmetische Ober-/Unterlidblepharoplastik.
GOÄ-Nr. 444Bedingt / alternativZuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 800 bis 1199 Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Plastische Korrektur von Ektropium, Entropium, Trichiasis oder Distichiasis“ sowie „Augenlidplastik mit Hautlappen aus der Umgebung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nr. 1302: Nur bei vollständiger direkter Leistungslegende; nicht automatisch für reine kosmetische Ober-/Unterlidblepharoplastik.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 444 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.

Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden

Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.

Ästhetische und Plastische Medizin: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen

oder

Kostenlos testen
Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.