5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in Onkologie und Hämatologie für „5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie“.

FachgruppeOnkologie und Hämatologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 4071
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 4079
GOÄ-Abrechnung für 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Quantifiziert das Serotoninabbauprodukt 5-HIES und unterstützt die Abklärung funktionell aktiver serotoninproduzierender neuroendokriner Tumoren. Die Versorgung umfasst hormonbestimmung mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Gaschromatographie oder Säulenchromatographie und Photometrie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei typischer Symptomatik oder bekanntem neuroendokrinem Tumor; Ernährung, Medikamente, Sammelbedingungen und Nierenfunktion müssen vor der Urinmessung berücksichtigt werden. Erforderliche Kernleistung: 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: bei GC-MS kann Nr. 4079 zusätzlich zu prüfen sein.

Fachlicher Kontext

Bei Laborleistungen sind der konkret bestimmte Parameter, Material, Methode und die persönliche beziehungsweise organisatorische Laborverantwortung entscheidend. Ein allgemeiner Hinweis auf ein Kontrolllabor ersetzt diese Angaben nicht. Im Mittelpunkt stehen hier 5-HIES, 5-HIAA, Hydroxyindolessigsäure.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Als Kernposition nennt die Kette GOÄ-Nr. 4071. GOÄ-Nr. 4079 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht. Keine Position darf allein aus Diagnose oder Therapiebezeichnung übernommen werden.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 4071KernpositionHormonbestimmung mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Gaschromatographie oder Säulenchromatographie und Photometrie. Nur bei tatsächlich durchgeführter Hochdruckflüssigkeits-, Gas- oder Säulenchromatographie mit Photometrie; bei GC-MS kann Nr. 4079 zusätzlich zu prüfen sein.
GOÄ-Nr. 4079Bedingt / alternativZuschlag zu den Leistungen nach den Nummern 4071 bis 4078 bei Anwendung der Gaschromatographie-Massenspektrometrie. Nur als Zuschlag bei tatsächlicher Anwendung der Gaschromatographie-Massenspektrometrie.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Dieser Artikel behandelt ausschließlich „5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie“ als konkrete onkologische Abrechnungskonstellation und keinen pauschalen Leistungsblock. Davon abzugrenzen sind insbesondere „Onkologische Erstvorstellung mit Beratung und Ganzkörperstatus“ und „Onkologische Verlaufskontrolle mit Beratung und symptombezogener Untersuchung“. Entscheidend ist jeweils, welche Einzelleistungen tatsächlich vollständig erbracht und dokumentiert wurden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

konkret bestimmte Laborparameter, Untersuchungsmaterial und verwendete Methode

medizinische Indikation, Messergebnis und abrechnender Laborleistungserbringer

GOÄ-Nr. 4071: Nur bei tatsächlich durchgeführter Hochdruckflüssigkeits-, Gas- oder Säulenchromatographie mit Photometrie; bei GC-MS kann Nr. 4079 zusätzlich zu prüfen sein.

Behandlungstag, medizinische Notwendigkeit, Ausschlüsse und gegebenenfalls erforderlicher Rechnungstext

Praxisbeispiel

Konkreter Leistungsablauf

Der dokumentierte Fall betrifft „5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIES) mittels Chromatographie“. Nachgewiesen und einzeln geprüft werden GOÄ-Nr. 4071 (Nur bei tatsächlich durchgeführter Hochdruckflüssigkeits-, Gas- oder Säulenchromatographie mit Photometrie; bei GC-MS kann Nr. 4079 zusätzlich zu…). Bedingte Positionen werden nur ergänzt, wenn ihre eigene Voraussetzung aus der Dokumentation hervorgeht.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Laborpositionen werden allein aus Begriffen wie Therapiekontrolle oder Chemotherapielabor abgeleitet, obwohl einzelne Parameter und Leistungserbringung nicht dokumentiert sind.


2.

Bedingte Positionen wie GOÄ-Nr. 4079 werden ohne eigenständigen Leistungsnachweis ergänzt.


3.

Ausschlüsse, Höchstwerte, Wiederholungsgrenzen oder enthaltene Nebenleistungen werden nicht je Behandlungstag geprüft.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.