Wie lässt sich „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ nach GOÄ abrechnen?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“.

FachgruppeChirurgie
KernpositionenGOÄ-Nr. 3222
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 443
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ in Betracht?

Für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ bildet GOÄ-Nr. 3222 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 443 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Im konkreten Fall stehen transsphinkterische Analfistel, verzweigte Analfistel transsphinkterisch, Fisteloperation transsphinkterisch im Mittelpunkt. Anatomische Höhe, Ausdehnung und Operationsverfahren trennen Untersuchung, Ligatur, Sklerosierung und operative Therapie voneinander. Enthaltene Proktoskopien oder methodische Teilschritte dürfen nicht ein zweites Mal berechnet werden.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 3222KernpositionOperation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel – auch ihres verzweigten Gangsystems
GOÄ-Nr. 443Bedingt / alternativNur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 3222

Kernposition der Kombination

Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel – auch ihres verzweigten Gangsystems

GOÄ 443

Bedingte oder alternative Position

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Hinterlegter Faktor: 1

Wie grenzt sich „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Operation einer extrasphinkterischen Fistel oder Rundbogenfistel“ und „Operation einer intramuskulaeren Mastdarmfistel“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ dokumentiert werden?

analer oder rektaler Befund, Lage und Ausdehnung, Proktoskopiebefund, Operationsverfahren, Sphinkterbezug und Wundversorgung.

Klinischer Bezug der Dokumentation: transsphinkterische Analfistel, verzweigte Analfistel transsphinkterisch, Fisteloperation transsphinkterisch.

GOÄ-Nr. 3222: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Dokumentierter Beispielfall: Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel. GOÄ-Nr. 3222 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 443 muss zusätzlich gelten: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Eine in der Leistungslegende enthaltene Proktoskopie wird zusätzlich berechnet oder unterschiedliche Hämorrhoidenverfahren werden ohne tatsächliche Kombination addiert.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 443 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


3.

Prüfpunkt 3

„Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Chirurgie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operation einer extrasphinkterischen Fistel oder Rundbogenfistel

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operation einer intramuskulaeren Mastdarmfistel

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operation einer submukoesen Mastdarmfistel

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operation einer Tendosynovitis am Handgelenk oder Anularsegment

Dazu gehören:

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“ bildet GOÄ-Nr. 3222 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 443 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 3222. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Operation einer transsphinkterischen Mastdarmfistel“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Operation einer extrasphinkterischen Fistel oder Rundbogenfistel“ und „Operation einer intramuskulaeren Mastdarmfistel“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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