Welche GOÄ-Ziffern sind für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Nuklearmedizin für das Thema „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ in Betracht?
Für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5484 und GOÄ-Nr. 5466 als Kernpositionen. Weitere GOÄ-Zusatzpositionen sind nicht pauschal hinterlegt. Zusätzlich ist eine Auslagen- oder Sachkostenposition getrennt nach § 10 GOÄ zu prüfen.
Bei der Abrechnung von „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ stehen Leukozytenszintigraphie, markierte Leukozyten, Ganzkörper, Entzündungsherd, Infektion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Organ- und Fragestellungsbezug, Radiopharmakon, Aufnahme- oder Messprotokoll, Auswertung, zeitlich getrennte Leistungsphasen und gesonderte Auslagen maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5484 | Kernposition | Nur bei tatsächlich durchgeführter In-vitro-Markierung der Leukozyten einschließlich Qualitätskontrollen. |
| GOÄ-Nr. 5466 | Kernposition | Szintigraphische Suche nach Entzündungsherden oder Thromben mit Radiogallium, markierten Eiweißen, Zellen oder monoklonalen Antikörpern |
| SACHKOSTEN | Auslage / Sachkosten | Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Nur bei tatsächlich durchgeführter In-vitro-Markierung der Leukozyten einschließlich Qualitätskontrollen.
Kernposition der Kombination
Szintigraphische Suche nach Entzündungsherden oder Thromben mit Radiogallium, markierten Eiweißen, Zellen oder monoklonalen Antikörpern
Bedingte oder alternative Position
Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.
Wie grenzt sich „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Entzündungsherdsuche in einer Region mit in vitro markierten Leukozyten“ sowie „Ganzkörper-Szintigraphie zur Suche nach Entzündungsherden oder Thromben“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Leukozytenszintigraphie, markierte Leukozyten, Ganzkörper, Entzündungsherd
Indikation, Radiopharmakon und Aktivität, Untersuchungsprotokoll, Aufnahmezeitpunkte, Auswertung und tatsächlich verwendete Sachmittel
GOÄ-Nr. 5484: Nur bei tatsächlich durchgeführter In-vitro-Markierung der Leukozyten einschließlich Qualitätskontrollen.
GOÄ-Nr. 5466: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5466
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Tatsächlich verwendete Materialien oder Arzneimittel mit Menge, Kosten und prüffähiger Zuordnung als Auslage
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5484 (Nur bei tatsächlich durchgeführter In-vitro-Markierung der Leukozyten einschließlich Qualitätskontrollen); GOÄ-Nr. 5466 (vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 5466). Nicht erbrachte Zusatzleistungen werden nicht aus der Behandlungsbezeichnung ergänzt. Die verwendete Auslage Radiopharmazeutikum/Markierungsbesteck für Leukozytenszintigraphie wird separat und nur in tatsächlich zulässiger Höhe geprüft.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Auslagen oder Sachkosten sind für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ gesondert zu prüfen?
Auslagen sind keine GOÄ-Leistungsziffern. Sie werden getrennt auf ihre tatsächliche Verwendung, Berechnungsfähigkeit und erforderlichen Rechnungsangaben geprüft.
SACHKOSTEN
Nur die für den Patienten tatsächlich verbrauchte Menge des Radiopharmazeutikums; keine zusätzlichen Kosten für Beschaffung, Aufbereitung, Lagerung oder Entsorgung.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Nuklearmedizinische Leistungsphasen und Radiopharmaka-Auslagen sind getrennt nach Durchführung, Zeitpunkt und tatsächlicher Verwendung zu prüfen.
2.
Prüfpunkt 2
Bei „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
3.
Prüfpunkt 3
Sachkosten oder Auslagen werden wie eine GOÄ-Ziffer behandelt oder ohne tatsächliche Verwendung und prüffähigen Kostennachweis übernommen.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Nuklearmedizin-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Entzündungsherdsuche in einer Region mit in vitro markierten Leukozyten
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Ganzkörper-Szintigraphie zur Suche nach Entzündungsherden oder Thromben
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5484 und GOÄ-Nr. 5466. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Ganzkörper-Entzündungsherdsuche mit in vitro markierten Leukozyten“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Entzündungsherdsuche in einer Region mit in vitro markierten Leukozyten“ sowie „Ganzkörper-Szintigraphie zur Suche nach Entzündungsherden oder Thromben“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
