Wie lässt sich „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ nach GOÄ abrechnen?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“.

FachgruppeChirurgie
KernpositionenGOÄ-Nr. 3224
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 444
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ in Betracht?

Für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ bildet GOÄ-Nr. 3224 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 444 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Im konkreten Fall stehen Rektumpolyp peranal, Mastdarmpolyp Operation, transanale Tumorexzision im Mittelpunkt. Anatomische Höhe, Ausdehnung und Operationsverfahren trennen Untersuchung, Ligatur, Sklerosierung und operative Therapie voneinander. Enthaltene Proktoskopien oder methodische Teilschritte dürfen nicht ein zweites Mal berechnet werden.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 3224KernpositionPeranale operative Entfernung von Mastdarmpolypen oder Mastdarmgeschwülsten – einschließlich Schleimhautnaht
GOÄ-Nr. 444Bedingt / alternativNur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 3224

Kernposition der Kombination

Peranale operative Entfernung von Mastdarmpolypen oder Mastdarmgeschwülsten – einschließlich Schleimhautnaht

GOÄ 444

Bedingte oder alternative Position

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Hinterlegter Faktor: 1

Wie grenzt sich „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Operative Entfernung hypertropher zirkumanaler Hautfalten“ und „Hohe intraanale Exzision bzw. komplexe operative Hämorrhoidenbehandlung, auch mit Analplastik“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ dokumentiert werden?

analer oder rektaler Befund, Lage und Ausdehnung, Proktoskopiebefund, Operationsverfahren, Sphinkterbezug und Wundversorgung.

Klinischer Bezug der Dokumentation: Rektumpolyp peranal, Mastdarmpolyp Operation, transanale Tumorexzision.

GOÄ-Nr. 3224: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Dokumentierter Beispielfall: Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst. GOÄ-Nr. 3224 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 444 muss zusätzlich gelten: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Eine in der Leistungslegende enthaltene Proktoskopie wird zusätzlich berechnet oder unterschiedliche Hämorrhoidenverfahren werden ohne tatsächliche Kombination addiert.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 444 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


3.

Prüfpunkt 3

„Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Chirurgie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operative Entfernung hypertropher zirkumanaler Hautfalten

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dupuytren-Operation mit teilweiser Entfernung der Palmaraponeurose

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dupuytren-Operation mit vollständiger Entfernung der Palmaraponeurose

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Operation an der Leber, etwa Teilresektion oder Tumorexzision

Dazu gehören:

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“ bildet GOÄ-Nr. 3224 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 444 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 3224. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Peranale operative Entfernung eines Rektumpolypen oder einer Rektumgeschwulst“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Operative Entfernung hypertropher zirkumanaler Hautfalten“ und „Hohe intraanale Exzision bzw. komplexe operative Hämorrhoidenbehandlung, auch mit Analplastik“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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