Wie lässt sich „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ nach GOÄ abrechnen?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ in Betracht?
Für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ bildet GOÄ-Nr. 2006 die Kernleistung.
Im konkreten Fall stehen Wundheilungsstoerung, sekundaere Wundheilung, Nekrose abtragen, eiternde Wunde im Mittelpunkt. Für die Auswahl der Wund- oder Eingriffsposition sind Größe, Tiefe, Verschmutzungsgrad, Gewebeschädigung und die konkrete Versorgungstechnik maßgeblich. Anästhesie- oder OP-Zuschläge setzen einen eigenständigen, dokumentierten Leistungsinhalt und die jeweiligen Abrechnungsbedingungen voraus.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 2006 | Kernposition | Behandlung einer Wunde, die nicht primär heilt oder Entzündungserscheinungen oder Eiterungen aufweist – auch Abtragung von Nekrosen an einer Wunde |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Behandlung einer Wunde, die nicht primär heilt oder Entzündungserscheinungen oder Eiterungen aufweist – auch Abtragung von Nekrosen an einer Wunde
Wie grenzt sich „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Erstversorgung einer großen oder stark verunreinigten Wunde“ und „Erstversorgung einer kleinen Wunde ohne Naht“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ dokumentiert werden?
Lokalisation, Ausdehnung und Tiefe des Befunds, Kontaminations- oder Entzündungszeichen, Versorgungstechnik, Anästhesie und Wundverschluss.
Klinischer Bezug der Dokumentation: Wundheilungsstoerung, sekundaere Wundheilung, Nekrose abtragen, eiternde Wunde.
GOÄ-Nr. 2006: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.
Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Dokumentierter Beispielfall: Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde. GOÄ-Nr. 2006 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Kleine und große Wunden oder oberflächliche und tiefe Befunde werden ohne dokumentierte Größen- beziehungsweise Tiefenmerkmale gleich eingeordnet.
2.
Prüfpunkt 2
Die Positionen 2006 werden nur anhand der Behandlungsbezeichnung statt anhand ihrer vollständigen Leistungslegenden ausgewählt.
3.
Prüfpunkt 3
„Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Chirurgie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Erstversorgung einer großen oder stark verunreinigten Wunde
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Erstversorgung einer kleinen Wunde ohne Naht
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Grosse oder stark verunreinigte Wunde mit Umschneidung und Naht
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Kleine Wunde mit Umschneidung und Naht
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 2006. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Behandlung einer nicht primaer heilenden oder entzündeten Wunde“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Erstversorgung einer großen oder stark verunreinigten Wunde“ und „Erstversorgung einer kleinen Wunde ohne Naht“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
