Wie wird die hämatologische Vorsorge bei Benzolexposition nach GOÄ abgerechnet?

Hämatologische Laborkontrolle bei Benzol mit klarer Eigenlaborgrenze.

EinordnungBiomonitoring / Labor
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 3551
PrüfmaßstabLeistungsinhalt vollständig erbracht und dokumentiert
Vor AbrechnungKostenträger und Vertragsgrundlage klären
GOÄ-Abrechnung für Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle

Welche GOÄ-Ziffern kommen bei Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle in Betracht?

Die Kette setzt eigene venöse Blutentnahme und ein zulässig selbst erbrachtes Blutbild voraus. Eine weitergehende Differenzierung ist nur bei tatsächlicher zusätzlicher Laborleistung berechnungsfähig.

GOÄ-ZifferRolle in der KetteAbrechnungsentscheidung
GOÄ-Nr. 1KernpositionVollständigen Leistungsinhalt im Einzelfall prüfen.
GOÄ-Nr. 250KernpositionNur bei tatsächlich eigener venöser Blutentnahme.
GOÄ-Nr. 3550KernpositionNur bei tatsächlich erbrachtem Blutbild und zulässiger eigener Laborleistung; Fremdlabor rechnet selbst.
GOÄ-Nr. 3551Bedingte ZusatzpositionNur wenn zusätzlich die entsprechende Differenzierung des Blutbildes tatsächlich erbracht wurde und die Leistungslegende erfüllt ist.

Keine Pauschale: „Kernposition“ bezeichnet nur die Rolle im Abrechnungsbeispiel. Auch eine Kernposition entfällt, wenn ihr Leistungsinhalt nicht vollständig erbracht wurde.

Wann sind die einzelnen Positionen bei Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle berechnungsfähig?

Jede Ziffer wird getrennt anhand der tatsächlich dokumentierten Leistung beurteilt. Bedingte Positionen dürfen nicht allein aus dem arbeitsmedizinischen Anlass ergänzt werden.

GOÄ-Nr. 1: Kernposition der Beispielkette

Nur bei vollständig erfülltem und dokumentiertem Leistungsinhalt.

Die Aufnahme in die Kette ersetzt weder die tatsächliche Leistungserbringung noch die Einzelprüfung der Leistungslegende.

GOÄ-Nr. 250: Kernposition der Beispielkette

Nur bei tatsächlich eigener venöser Blutentnahme.

Die Aufnahme in die Kette ersetzt weder die tatsächliche Leistungserbringung noch die Einzelprüfung der Leistungslegende.

GOÄ-Nr. 3550: Kernposition der Beispielkette

Nur bei tatsächlich erbrachtem Blutbild und zulässiger eigener Laborleistung; Fremdlabor rechnet selbst.

Die Aufnahme in die Kette ersetzt weder die tatsächliche Leistungserbringung noch die Einzelprüfung der Leistungslegende.

GOÄ-Nr. 3551: Bedingte Zusatzposition

Nur wenn zusätzlich die entsprechende Differenzierung des Blutbildes tatsächlich erbracht wurde und die Leistungslegende erfüllt ist.

Die Aufnahme in die Kette ersetzt weder die tatsächliche Leistungserbringung noch die Einzelprüfung der Leistungslegende.

Wie grenzt sich Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle von ähnlichen Untersuchungen ab?

Anders als die Schwermetallseiten geht es hier nicht um eine Metallkonzentration, sondern um die hämatologische Kontrolle bei Benzolexposition.

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.

Was sollte für Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle dokumentiert werden?

Die Dokumentation sollte den Anlass, die eigenständigen Leistungsschritte und die entscheidenden Mess- oder Untersuchungsmerkmale erkennen lassen.

Benzol- beziehungsweise BTEX-Exposition

eigene venöse Blutentnahme

Umfang und Ergebnis des Blutbilds

zusätzliche Differenzierung sowie Eigen- oder Fremdlabor

Behandlungstag, medizinische Notwendigkeit und gegebenenfalls Faktorbegründung

Wie kann ein dokumentierter Fall für Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle aussehen?

Dokumentierter Behandlungsablauf

Bei dokumentierter Benzolexposition wird in der Praxis venöses Blut entnommen und ein Blutbild im eigenen zulässigen Labor erstellt. Die Differenzierung wird nur bei tatsächlicher Durchführung ergänzt.


Zu prüfende Positionen in diesem Beispiel:

Welche Abrechnungsfehler sind bei Benzolexposition – Vorsorge mit eigener hämatologischer Laborkontrolle typisch?

1.

Fehler 1

Das Blutbild eines Fremdlabors wird als eigene Laborleistung angesetzt.


2.

Fehler 2

Die Differenzierung wird ohne entsprechenden zusätzlichen Laborumfang berechnet.


3.

Fehler 3

Die gesamte Ziffernkette wird aus dem Anlass übernommen, ohne jede Position einzeln zu prüfen.


4.

Fehler 4

Bedingte Zusatzpositionen werden ohne eigene Leistung oder ausreichende Dokumentation ergänzt.

Welche arbeitsmedizinischen Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

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Die Kette setzt eigene venöse Blutentnahme und ein zulässig selbst erbrachtes Blutbild voraus. Eine weitergehende Differenzierung ist nur bei tatsächlicher zusätzlicher Laborleistung berechnungsfähig.

Als Kernpositionen sind GOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550 hinterlegt. Jede Position setzt die tatsächliche vollständige Leistung voraus.

Anders als die Schwermetallseiten geht es hier nicht um eine Metallkonzentration, sondern um die hämatologische Kontrolle bei Benzolexposition.

Nein. Die Kette ist ein Abrechnungsbeispiel. Jede Position muss tatsächlich erbracht, medizinisch erforderlich, vollständig dokumentiert und nach den Ausschlussbestimmungen berechnungsfähig sein.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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