Quecksilberexposition – Biomonitoring bei eigener Laborleistung

Stoffspezifische Laborabrechnung bei beruflicher Quecksilberexposition.

EinordnungBiomonitoring / Labor
KernpositionenGOÄ-Nr. 4196
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1, GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3511
Vor AbrechnungKostenträger und Vertragsgrundlage klären
GOÄ-Abrechnung für Quecksilberexposition – Biomonitoring bei eigener Laborleistung

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Die Quecksilberposition ist nur bei einer zur Expositionsform passenden Analytik berechnungsfähig. Die bloße Gefahrstoffbezeichnung genügt ohne Parameter, Material, Verfahren und eigene Leistung nicht.

GOÄ-ZifferRolle in der KetteLeistung und Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingte Zusatzposition

Beratung – auch mittels Fernsprecher

Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Laborleistungen im Behandlungsfall nur einmal.

GOÄ-Nr. 4196Kernposition

Untersuchung mittels Atomabsorption, flammenlos

Nur wenn Quecksilber-Parameter, Probenmaterial und Analyseverfahren zur konkreten Biomonitoring-Fragestellung passen und die Laborleistung zulässig selbst erbracht wird; Fremdlabor rechnet selbst.

GOÄ-Nr. 250Bedingte Zusatzposition

Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene

Nur bei tatsächlich eigener venöser Blutentnahme; nicht bei ausschließlich anderer Probengewinnung.

GOÄ-Nr. 3511Bedingte Zusatzposition

Untersuchung von Körpermaterial (z.B. Urin) mit vorgefertigten Reagenzien und visueller Auswertung, qualitativ/semiquantitativ, je Untersuchung.

Nur bei zusätzlich tatsächlich durchgeführtem Reagenzträgertest.

Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Diese Seite konzentriert sich auf Quecksilber und seine Verbindungen. Blei, Arsen, Cadmium und Chrom werden nicht als Synonyme verwendet, sondern separat erläutert.

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Form und Weg der Quecksilberexposition

konkret bestimmter Quecksilber-Parameter

geeignetes Probenmaterial und Analyseverfahren

Entnahmezeitpunkt sowie Eigen- oder Fremdlabor

Praxisbeispiel

Dokumentierter Behandlungsablauf

Bei beruflichem Umgang mit Quecksilber wird eine zur Expositionsform passende Probe gewonnen und stoffspezifisch analysiert. Fremdlaborleistungen werden nicht als eigene Analytik übernommen.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Probenmaterial und Expositionsform werden bei der Ziffernauswahl nicht abgeglichen.


2.

Die optionale Blutentnahme wird trotz ausschließlich anderer Probe berechnet.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.