Dermal-Fett-Transplantation
Abrechnungshinweise für Ästhetische und Plastische Medizin

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Rekonstruiert fehlendes Weichteilvolumen, Hautreserve oder Mamillenform mit autologem beziehungsweise alloplastischem Gewebe und schafft eine belastbare, anatomisch passende Kontur. Der Eingriff umfasst transplantation eines haartragenden Hautimplantates oder eines DermafettTransplantates.
Wann ist sie anwendbar?
Bei rekonstruktivem Defekt oder klar begründetem Korrekturziel; Material, Empfängerregion, Durchblutung und gegebenenfalls stufenweises Vorgehen bestimmen Technik und Risiko. Erforderliche Kernleistung: Transplantation eines haartragenden Hautimplantates oder eines DermafettTransplantates; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 2385 | Kernposition | Transplantation eines haartragenden Hautimplantates oder eines DermafettTransplantates – auch einschließlich plastischer Versorgung der Entnahmestelle. Nur bei tatsächlicher Dermal-Fett-Transplantation einschließlich Versorgung der Entnahmestelle; nicht automatisch für injiziertes Lipofilling verwenden. |
| GOÄ-Nr. 445 | Bedingt / alternativ | Zuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 1200 und mehr Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Implantation haartragender Haut“ sowie „Deckung eines großen zusammenhängenden Hautdefekts mit besonders aufbereiteten freien Hauttransplantaten“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nr. 2385: Nur bei tatsächlicher Dermal-Fett-Transplantation einschließlich Versorgung der Entnahmestelle; nicht automatisch für injiziertes Lipofilling verwenden.
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 445 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Ästhetische und Plastische Medizin: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
