Implantation eines Hautexpanders

Abrechnungshinweise für Ästhetische und Plastische Medizin

FachgruppeÄsthetische und Plastische Medizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 2396
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 444
Auslagen / Sachkosten1 gesondert zu prüfende Position
GOÄ-Abrechnung für Implantation eines Hautexpanders

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Dehnt benachbarte Haut schrittweise, um für eine spätere Defektdeckung farb- und strukturähnliches Gewebe mit erhaltener Durchblutung bereitzustellen. Der Eingriff umfasst implantation eines Hautexpanders.

Wann ist sie anwendbar?

Bei planbarer Rekonstruktion mit geeignetem Weichteillager und ausreichender Expansionszeit; Lage, Füllschema sowie Risiken von Infektion, Exposition und Gewebeschädigung sind vorab festzulegen. Erforderliche Kernleistung: Implantation eines Hautexpanders; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 2396KernpositionImplantation eines Hautexpanders
GOÄ-Nr. 444Bedingt / alternativZuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 800 bis 1199 Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.
SACHKOSTENAuslage / SachkostenHaut-/Gewebeexpander. Nur tatsächlich entstandene und nach § 10 GOÄ zulässige Auslage; keine Pauschale.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Auffüllung eines Haut-/Gewebeexpanders“ sowie „Anlage eines Rundstiellappens“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nr. 2396: vollständiger Leistungsinhalt der GOÄ-Nr. 2396

Auslagen und Sachkosten

SACHKOSTEN

Haut-/Gewebeexpander. Nur tatsächlich entstandene und nach § 10 GOÄ zulässige Auslage; keine Pauschale.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 444 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei ambulanter Durchführung und vollständig erfüllten Zuschlagsvoraussetzungen.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.