Welche GOÄ-Ziffern sind für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ in Betracht?
Für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1746 als Kernposition. GOÄ-Nr. 1745 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ stehen Hypospadie, Epispadie, Penisrekonstruktion. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1746 | Kernposition | Operation einer Epispadie oder Hypospadie |
| GOÄ-Nr. 1745 | Bedingt / alternativ | Nur wenn die operative Penisaufrichtung als eigenständige Voroperation tatsächlich erforderlich und erbracht wurde. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Operation einer Epispadie oder Hypospadie
Bedingte oder alternative Position
Nur wenn die operative Penisaufrichtung als eigenständige Voroperation tatsächlich erforderlich und erbracht wurde.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Leistenhoden – Operation beidseitig“ sowie „Leistenhoden – Operation einseitig“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Hypospadie, Epispadie, Penisrekonstruktion
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1746: Operation einer Epispadie oder Hypospadie
Fehlbildungsgrad
Aufrichtungsbedarf
Rekonstruktionstechnik
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1746 (Operation einer Epispadie oder Hypospadie). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1745 gilt zusätzlich: Nur wenn die operative Penisaufrichtung als eigenständige Voroperation tatsächlich erforderlich und erbracht wurde.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1745 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur wenn die operative Penisaufrichtung als eigenständige Voroperation tatsächlich erforderlich und erbracht wurde.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Leistenhoden – Operation beidseitig
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Leistenhoden – Operation einseitig
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Frenulum breve – operative Durchtrennung
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Harnblasendivertikel – operative Behandlung
Dazu gehören:
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1746. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Leistenhoden – Operation beidseitig“ sowie „Leistenhoden – Operation einseitig“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
