Welche GOÄ-Ziffern sind für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Frenulum breve – operative Durchtrennung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ in Betracht?
Für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1742 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ stehen Frenulum breve, Frenulotomie. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1742 | Kernposition | Operative Durchtrennung des Frenulum praeputii |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ berechnungsfähig?
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche Harnröhre – operative Fremdkörperentfernung“ sowie „Paraphimose – operative Beseitigung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Frenulum breve, Frenulotomie
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1742: Operative Durchtrennung des Frenulum praeputii
Befund
Schnitt/Naht
Blutstillung
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Frenulum breve – operative Durchtrennung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1742 (Operative Durchtrennung des Frenulum praeputii). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5 gilt zusätzlich: Symptombezogene Untersuchung.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Symptombezogene Untersuchung
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Männliche Harnröhre – operative Fremdkörperentfernung
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Paraphimose – operative Beseitigung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Phimose – operative Behandlung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Balanitis/Balanoposthitis – Untersuchung und mikrobiologischer Abstrich
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1742. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Frenulum breve – operative Durchtrennung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche Harnröhre – operative Fremdkörperentfernung“ sowie „Paraphimose – operative Beseitigung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
