Leistenhoden – Operation beidseitig

Urologie · Kinderurologie und Rekonstruktion

FachgruppeUrologie
ThemenbereichKinderurologie und Rekonstruktion
KernpositionenGOÄ-Nr. 1769
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. 1754 und GOÄ-Nr. 250
GOÄ-Abrechnung für Leistenhoden – Operation beidseitig

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Verlagert beziehungsweise entfernt einen nicht regelrecht deszendierten Hoden und reduziert dadurch Risiken für Fertilität, Torsion und spätere Tumorerkennung. Der Eingriff umfasst operation eines Leistenhodens beidseitig.

Wann ist sie anwendbar?

Bei klinisch beziehungsweise bildgebend lokalisiertem Leistenhoden; Alter, Gefäßlänge, Hodenqualität und Ein- oder Beidseitigkeit bestimmen Orchidopexie oder Entfernung. Erforderliche Kernleistung: Operation eines Leistenhodens beidseitig; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1769KernpositionOperation eines Leistenhodens beidseitig
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung eines Organs
GOÄ-Nr. 1754Bedingt / alternativDirektionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Leistenhoden – Operation einseitig“ sowie „Hypospadie/Epispadie – operative Korrektur“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1769: Operation eines Leistenhodens beidseitig

beidseitige Lage

Operationsschritte je Seite

Fixation

Nachsorge

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 410 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Ultraschalluntersuchung eines Organs

Ähnliche Abrechnungsfälle

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.