Harnleiterverpflanzung mit Antirefluxplastik – beidseitig
Urologie · Harnleiter und oberer Harntrakt

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Implantiert den Harnleiter antirefluxiv in die Blase und stellt einen freien, vor Rückfluss geschützten oberen Harnabfluss wieder her. Der Eingriff umfasst verpflanzung beider Harnleiter.
Wann ist sie anwendbar?
Bei behandlungsbedürftigem Reflux, distaler Harnleiterläsion oder Rekonstruktionsbedarf; ein- oder beidseitiger Umfang folgt Anatomie, Nierenfunktion und Seitenbefund. Erforderliche Kernleistung: Verpflanzung beider Harnleiter; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1824 | Kernposition | Verpflanzung beider Harnleiter einschließlich Antirefluxplastik |
| GOÄ-Nr. 410 | Bedingt / alternativ | Ultraschalluntersuchung eines Organs. Nur als getrennte Diagnostik. |
| GOÄ-Nr. 420 | Bedingt / alternativ | Ultraschalluntersuchung eines weiteren Organs. Nur nach Nr. 410. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Harnleiterverpflanzung mit Antirefluxplastik – einseitig“ sowie „Harnleitersegment – Resektion mit End-zu-End-Anastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1824: Verpflanzung beider Harnleiter einschließlich Antirefluxplastik
Indikation
Beidseitiger Operationsumfang
Antirefluxtechnik
Stentversorgung
Funktionskontrolle
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 410 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur als getrennte Diagnostik.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
