Harnleiterverpflanzung mit Antirefluxplastik – einseitig

Urologie · Harnleiter und oberer Harntrakt

FachgruppeUrologie
ThemenbereichHarnleiter und oberer Harntrakt
KernpositionenGOÄ-Nr. 1823
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 410 und GOÄ-Nr. 250
GOÄ-Abrechnung für Harnleiterverpflanzung mit Antirefluxplastik – einseitig

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Implantiert den Harnleiter antirefluxiv in die Blase und stellt einen freien, vor Rückfluss geschützten oberen Harnabfluss wieder her. Der Eingriff umfasst verpflanzung eines Harnleiters.

Wann ist sie anwendbar?

Bei behandlungsbedürftigem Reflux, distaler Harnleiterläsion oder Rekonstruktionsbedarf; ein- oder beidseitiger Umfang folgt Anatomie, Nierenfunktion und Seitenbefund. Erforderliche Kernleistung: Verpflanzung eines Harnleiters; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1823KernpositionVerpflanzung eines Harnleiters einschließlich Antirefluxplastik, einseitig
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung eines Organs. Nur als getrennte prä-/postoperative Diagnostik.
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativVenöse Blutentnahme. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Harnleiterverpflanzung mit Antirefluxplastik – beidseitig“ sowie „Harnleitersegment – Resektion mit End-zu-End-Anastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1823: Verpflanzung eines Harnleiters einschließlich Antirefluxplastik, einseitig

Indikation und Seite

Zielorgan

Antirefluxtechnik

Stentversorgung

Funktionskontrolle

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 410 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur als getrennte prä-/postoperative Diagnostik.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.