Wie lässt sich „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ nach GOÄ abrechnen?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ in Betracht?
Für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ bildet GOÄ-Nr. 3144 die Kernleistung.
Im konkreten Fall stehen Darmperforation Naht, Magenperforation übernaeht, Magenperforation uebernaeht, Darmverletzung Naht im Mittelpunkt. Organ, Zugangsweg, Resektions- oder Rekonstruktionsumfang und selbständige Zusatzoperationen müssen aus dem OP-Bericht hervorgehen. Körperhöhleneröffnung, Adhäsiolyse, Gefäßversorgung und Wundverschluss sind nicht automatisch neben der operativen Zielleistung berechnungsfähig.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 3144 | Kernposition | Naht der Magen- und/oder Darmwand nach Perforation oder nach Verletzung – einschließlich Spülung des Bauchraumes |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Naht der Magen- und/oder Darmwand nach Perforation oder nach Verletzung – einschließlich Spülung des Bauchraumes
Wie grenzt sich „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Anlegen eines Anus praeter“ und „Appendektomie“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ dokumentiert werden?
Indikation, Organ und Segment, offener oder laparoskopischer Zugang, intraoperativer Befund, Resektions- und Rekonstruktionsschritte, Drainagen und Präparate.
Klinischer Bezug der Dokumentation: Darmperforation Naht, Magenperforation übernaeht, Magenperforation uebernaeht, Darmverletzung Naht.
GOÄ-Nr. 3144: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.
Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Dokumentierter Beispielfall: Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung. GOÄ-Nr. 3144 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Methodisch notwendige Zugangs-, Adhäsiolyse-, Ligatur- oder Verschlussschritte werden als selbständige Zusatzleistung gewertet.
2.
Prüfpunkt 2
Die Positionen 3144 werden nur anhand der Behandlungsbezeichnung statt anhand ihrer vollständigen Leistungslegenden ausgewählt.
3.
Prüfpunkt 3
„Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Chirurgie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
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Dazu gehören:
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Grosse oder stark verunreinigte Wunde mit Umschneidung und Naht
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Kleine Wunde mit Umschneidung und Naht
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 3144. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Naht der Magen- oder Darmwand nach Perforation oder Verletzung“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Anlegen eines Anus praeter“ und „Appendektomie“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
