Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie“.

FachgruppeChirurgie
KernpositionenGOÄ-Nr. 2190
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 445 und GOÄ-Nr. 2196
GOÄ-Abrechnung für Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Beurteilt und behandelt intraartikuläre Schäden minimalinvasiv, um stabile Gelenkmechanik zu erhalten und möglichst viel funktionsfähiges Gewebe zu bewahren. Der Eingriff umfasst arthroskopische erhaltende Operation an einem Meniskus (etwa Meniskusnaht, Refixation) in einem Kniegelenk.

Wann ist sie anwendbar?

Bei mechanischen Symptomen, Instabilität, anhaltendem Erguss oder strukturell gesicherter Läsion, wenn das arthroskopische Ergebnis eine konkrete therapeutische Konsequenz hat. Erforderliche Kernleistung: Arthroskopische erhaltende Operation an einem Meniskus (etwa Meniskusnaht, Refixation) in einem Kniegelenk; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

Fachlicher Kontext

Im konkreten Fall stehen Meniskusnaht, Meniskusrefixation, erhaltende Meniskusoperation im Mittelpunkt. Gelenk, Seite, diagnostischer oder therapeutischer Charakter und der tatsächlich behandelte Befund bestimmen die Kette. Bei arthroskopischen Knieeingriffen sind die besonderen Nebeneinanderberechnungs- und Höchstzahlregeln der GOÄ zu prüfen.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Für „Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie“ bildet GOÄ-Nr. 2190 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 445 und GOÄ-Nr. 2196 sind nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 2190KernpositionArthroskopische erhaltende Operation an einem Meniskus (z.B. Meniskusnaht, Refixation) in einem Kniegelenk
GOÄ-Nr. 445Bedingt / alternativZuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 1200 und mehr Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.
GOÄ-Nr. 2196Bedingt / alternativDiagnostische Arthroskopie im direkten zeitlichen Zusammenhang mit arthroskopischen Operationen nach den Nummern 2189 bis 2191 sowie 2193. Nur bei erbrachter und dokumentierter diagnostischer Arthroskopie nach der speziellen Regel; Nr. 3300 nicht daneben.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 445

Bedingte oder alternative Position

Hinterlegter Faktor: 1

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Arthroskopische Kreuz- oder Seitenbandrekonstruktion am Knie“ und „Arthroskopische Meniskusentfernung oder Teilresektion am Knie“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Gelenk und Seite, Indikation, Punktions- oder Arthroskopiebefund, therapeutischer Schritt, verwendetes Material und eigenständige Zusatzmaßnahmen.

Klinischer Bezug der Dokumentation: Meniskusnaht, Meniskusrefixation, erhaltende Meniskusoperation.

GOÄ-Nr. 2190: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Nur bei erbrachter und dokumentierter diagnostischer Arthroskopie nach der speziellen Regel; Nr. 3300 nicht daneben.

Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.

Praxisbeispiel

Konkreter Leistungsablauf

Dokumentierter Beispielfall: Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie. GOÄ-Nr. 2190 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 445 muss zusätzlich gelten: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Diagnostische Arthroskopie, Gelenkpunktion oder mehrere Kniepositionen werden trotz Einschluss- und Ausschlussregeln unkritisch nebeneinandergestellt.


2.

GOÄ-Nr. 445 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


3.

„Arthroskopische erhaltende Meniskusoperation am Knie“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.