Welche GOÄ-Ziffern sind für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Radiologie für das Thema „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“.

FachgruppeRadiologie
ThemenbereichInterventionelle Radiologie – MRT/Ultraschall-Fusion
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ in Betracht?

Für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSION und GOÄ-Nr. 319 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 5720, GOÄ-Nr. 5731, GOÄ-Nr. 5733 und GOÄ-Nr. 403 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ stehen Fusionsbiopsie Prostata, MRT Ultraschall Fusion, Prostata Biopsie, mpMRT Prostata. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Modalität, Körperregion, Zahl der Ebenen oder Serien, Kontrastmittelphase, interventionelle Zusatzleistung und modalitätsspezifische Höchstwerte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 5720Bedingt / alternativNur wenn vom abrechnenden Arzt tatsächlich in einer gesonderten diagnostischen Sitzung erbracht.
GOÄ-Nr. 5731Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher ergänzender Serie; einmal je Sitzung.
GOÄ-Nr. 5733Bedingt / alternativNur bei tatsächlicher selbständiger Analyse; einfacher Gebührensatz.
GOÄ-Nr. 410KernpositionZeitaufwand der Fusionsdarstellung gegebenenfalls über den Steigerungsfaktor begründen, nicht durch freie Zusatzposition.
GOÄ-Nr. 403Bedingt / alternativNur bei transrektaler Durchführung.
GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSIONKernpositionMarkierung des MRT-Zielareals, Datentransfer und bewegungsabhängige simultane Fusion von MRT- und Ultraschallbildern, analog Nr. 5733
GOÄ-Nr. 319KernpositionJe tatsächlich durchgeführter medizinisch notwendiger Prostatabiopsie; Anzahl dokumentieren.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 5720

Bedingte oder alternative Position

Nur wenn vom abrechnenden Arzt tatsächlich in einer gesonderten diagnostischen Sitzung erbracht.

Behandlungsphase: separate diagnostische MRT-Sitzung
GOÄ 5731

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher ergänzender Serie; einmal je Sitzung.

Behandlungsphase: separate diagnostische MRT-Sitzung
Höchstzahl: 1
GOÄ 5733

Bedingte oder alternative Position

Nur bei tatsächlicher selbständiger Analyse; einfacher Gebührensatz.

Behandlungsphase: separate diagnostische MRT-Sitzung
GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Zeitaufwand der Fusionsdarstellung gegebenenfalls über den Steigerungsfaktor begründen, nicht durch freie Zusatzposition.

Behandlungsphase: Biopsiesitzung
GOÄ 403

Bedingte oder alternative Position

Nur bei transrektaler Durchführung.

Behandlungsphase: Biopsiesitzung
Erforderlicher Zusammenhang: 410
GOÄ A5733-MRT-US-FUSION

Kernposition der Kombination

Markierung des MRT-Zielareals, Datentransfer und bewegungsabhängige simultane Fusion von MRT- und Ultraschallbildern, analog Nr. 5733

Behandlungsphase: Biopsiesitzung
Analog bewertet zu: 5733
GOÄ 319

Kernposition der Kombination

Je tatsächlich durchgeführter medizinisch notwendiger Prostatabiopsie; Anzahl dokumentieren.

Behandlungsphase: Biopsiesitzung
Wiederholbar: Ja

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

MRT-Indikation und PI-RADS-Zielareal
getrennte Behandlungsdaten
Fusionssoftware und Zielmarkierung
transrektaler oder transperinealer Zugang
Anzahl und Lokalisation der Biopsien
Komplikationen

Wie grenzt sich „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „MRT von Abdomen und/oder Becken einschließlich MRCP oder multiparametrischer Prostata-MRT“ sowie „MRT-Leistungsanteile bei transurethraler fokaler Prostata-HIFU mit MR-Thermometrie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Fusionsbiopsie Prostata, MRT Ultraschall Fusion, Prostata Biopsie, mpMRT Prostata

rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen

GOÄ-Nr. 410: Zeitaufwand der Fusionsdarstellung gegebenenfalls über den Steigerungsfaktor begründen, nicht durch freie Zusatzposition.

GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSION: Markierung des MRT-Zielareals, Datentransfer und bewegungsabhängige simultane Fusion von MRT- und Ultraschallbildern, analog Nr. 5733

GOÄ-Nr. 319: Je tatsächlich durchgeführter medizinisch notwendiger Prostatabiopsie; Anzahl dokumentieren.

MRT-Indikation und PI-RADS-Zielareal

getrennte Behandlungsdaten

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 410 (Zeitaufwand der Fusionsdarstellung gegebenenfalls über den Steigerungsfaktor begründen, nicht durch freie…); GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSION (Markierung des MRT-Zielareals, Datentransfer und bewegungsabhängige simultane Fusion von MRT- und…); GOÄ-Nr. 319 (Je tatsächlich durchgeführter medizinisch notwendiger Prostatabiopsie; Anzahl dokumentieren). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5720 gilt zusätzlich: Nur wenn vom abrechnenden Arzt tatsächlich in einer gesonderten diagnostischen Sitzung erbracht.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Weitere Ebenen, Regionen, Kontrastmittel- oder Interventionspositionen dürfen nicht aus der Untersuchungsbezeichnung, sondern nur aus dem dokumentierten Protokoll folgen.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 5720 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur wenn vom abrechnenden Arzt tatsächlich in einer gesonderten diagnostischen Sitzung erbracht.


3.

Prüfpunkt 3

Bei „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Radiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSION und GOÄ-Nr. 319 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 5720, GOÄ-Nr. 5731, GOÄ-Nr. 5733 und GOÄ-Nr. 403 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 410, GOÄ-Nr. A5733-MRT-US-FUSION und GOÄ-Nr. 319. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata – diagnostische MRT und Biopsiesitzung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „MRT von Abdomen und/oder Becken einschließlich MRCP oder multiparametrischer Prostata-MRT“ sowie „MRT-Leistungsanteile bei transurethraler fokaler Prostata-HIFU mit MR-Thermometrie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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