Molekularpathologische Hybridisierung humaner Nukleinsäuren

Abrechnungshinweise für Pathologie

AbrechnungsfallMolekularpathologische Hybridisierung humaner Nukleinsäuren – methodenabhängiger Gesamtworkflow
FachgruppePathologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 3924
GOÄ-Abrechnung für Molekularpathologische Hybridisierung humaner Nukleinsäuren – methodenabhängiger Gesamtworkflow

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Weist definierte Nukleinsäureveränderungen im Untersuchungsmaterial nach und liefert molekulare Informationen für Diagnose, Prognose oder zielgerichtete Therapie. Die Labordiagnostik umfasst hybridisierungsnachweis humaner Nukleinsäurefragmente mit markierter Sonde.

Wann ist sie anwendbar?

Bei klar benanntem molekularen Untersuchungsziel und ausreichender Materialqualität; Methodenumfang und Auswertung müssen zur klinisch-pathologischen Fragestellung passen. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Hybridisierungsnachweis humaner Nukleinsäurefragmente mit markierter Sonde.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 3920Bedingt / alternativIsolierung von humanen Nukleinsäuren aus Untersuchungsmaterial. Nur wenn tatsächlich eine gesonderte Nukleinsäureisolierung durchgeführt wurde. Bei In-situ-Verfahren ohne Extraktion nicht ansetzen.
GOÄ-Nr. 3921Bedingt / alternativVerdau isolierter humaner Nukleinsäuren mit Restriktionsenzymen, je Enzym. Nur je tatsächlich eingesetztem Restriktionsenzym und nur wenn dieser methodische Teilschritt durchgeführt wurde.
GOÄ-Nr. 3922Bedingt / alternativAmplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels PCR. Nur bei tatsächlich durchgeführter PCR-Amplifikation. Nicht automatisch zusammen mit 3923 für denselben Amplifikationsschritt.
GOÄ-Nr. 3923Bedingt / alternativAmplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels nested PCR. Nur bei tatsächlich durchgeführter geschachtelter PCR. Für denselben methodischen Amplifikationsschritt nicht zusätzlich 3922 ableiten.
GOÄ-Nr. 3925Bedingt / alternativElektrophoretische Trennung humaner Nukleinsäurefragmente mit anschließendem Transfer auf Trägermaterial. Nur wenn sowohl die elektrophoretische Trennung als auch der in der Leistungslegende geforderte anschließende Transfer auf Trägermaterial tatsächlich durchgeführt wurden.
GOÄ-Nr. 3924KernpositionIdentifizierung humaner Nukleinsäurefragmente durch Hybridisierung mit markierter Sonde und nachfolgender Detektion, je Sonde. Je tatsächlich verwendeter, berechnungsfähiger Sonde. Die vorbereitenden Positionen 3920 bis 3925 sind ausschließlich nach dem dokumentierten Laborworkflow zu ergänzen; keine pauschale Komplettkette. Bei FISH/ISH muss die originäre Leistungslegende der 3924 methodisch tatsächlich erfüllt sein.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 3920: Isolierung von humanen Nukleinsäuren aus Untersuchungsmaterial; Nur wenn tatsächlich eine gesonderte Nukleinsäureisolierung durchgeführt wurde. Bei In-situ-Verfahren ohne Extraktion nicht ansetzen..

GOÄ-Nummer 3921: Verdau isolierter humaner Nukleinsäuren mit Restriktionsenzymen, je Enzym; Nur je tatsächlich eingesetztem Restriktionsenzym und nur wenn dieser methodische Teilschritt durchgeführt wurde..

GOÄ-Nummer 3922: Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels PCR; Nur bei tatsächlich durchgeführter PCR-Amplifikation. Nicht automatisch zusammen mit 3923 für denselben Amplifikationsschritt..

GOÄ-Nummer 3923: Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels nested PCR; Nur bei tatsächlich durchgeführter geschachtelter PCR. Für denselben methodischen Amplifikationsschritt nicht zusätzlich 3922 ableiten..

GOÄ-Nummer 3925: Elektrophoretische Trennung humaner Nukleinsäurefragmente mit anschließendem Transfer auf Trägermaterial; Nur wenn sowohl die elektrophoretische Trennung als auch der in der Leistungslegende geforderte anschließende Transfer auf Trägermaterial tatsächlich durchgeführt wurden..

GOÄ-Nummer 3924: Identifizierung humaner Nukleinsäurefragmente durch Hybridisierung mit markierter Sonde und nachfolgender Detektion, je Sonde; Je tatsächlich verwendeter, berechnungsfähiger Sonde. Die vorbereitenden Positionen 3920 bis 3925 sind ausschließlich nach dem dokumentierten Laborworkflow zu ergänzen; keine pauschale Komplettkette. Bei FISH/ISH muss die originäre Leistungslegende der 3924 methodisch tatsächlich erfüllt sein..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.