Molekularpathologische Sequenzermittlung humaner Nukleinsäuren
Abrechnungshinweise für Pathologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Weist definierte Nukleinsäureveränderungen im Untersuchungsmaterial nach und liefert molekulare Informationen für Diagnose, Prognose oder zielgerichtete Therapie. Die Labordiagnostik umfasst sequenzanalyse humaner Nukleinsäurefragmente im methodengerechten Workflow.
Wann ist sie anwendbar?
Bei klar benanntem molekularen Untersuchungsziel und ausreichender Materialqualität; Methodenumfang und Auswertung müssen zur klinisch-pathologischen Fragestellung passen. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Sequenzanalyse humaner Nukleinsäurefragmente im methodengerechten Workflow.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 3920 | Bedingt / alternativ | Isolierung von humanen Nukleinsäuren aus Untersuchungsmaterial. Nur bei tatsächlich im abrechenbaren Workflow durchgeführter Nukleinsäureisolierung. |
| GOÄ-Nr. 3922 | Bedingt / alternativ | Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels PCR. Nur wenn vor der Sequenzermittlung tatsächlich eine gesonderte PCR-Amplifikation durchgeführt wurde. |
| GOÄ-Nr. 3923 | Bedingt / alternativ | Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels nested PCR. Alternative methodische Amplifikation, nur wenn tatsächlich durchgeführt; nicht automatisch zusätzlich zu 3922 für denselben Amplifikationsschritt. |
| GOÄ-Nr. 3926 | Kernposition | Identifizierung humaner Nukleinsäurefragmente durch Sequenzermittlung. Nur bei tatsächlich erbrachter originärer Sequenzermittlung humaner Nukleinsäurefragmente. Diese Kette ist keine pauschale Abbildung moderner NGS-Panels. Bei RNA-basierten Verfahren ist zu beachten, dass 3920 bis 3926 keine originäre Position für die reverse Transkription enthalten; Nr. 4782 gehört zum Erregerabschnitt und wird nicht originär ergänzt. Nicht im Gebührenverzeichnis enthaltene selbständige Schritte beziehungsweise methodisch nicht gleichartige neue Verfahren sind nach § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall zu prüfen. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nummer 3920: Isolierung von humanen Nukleinsäuren aus Untersuchungsmaterial; Nur bei tatsächlich im abrechenbaren Workflow durchgeführter Nukleinsäureisolierung..
GOÄ-Nummer 3922: Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels PCR; Nur wenn vor der Sequenzermittlung tatsächlich eine gesonderte PCR-Amplifikation durchgeführt wurde..
GOÄ-Nummer 3923: Amplifikation humaner Nukleinsäuren oder Nukleinsäurefragmente mittels nested PCR; Alternative methodische Amplifikation, nur wenn tatsächlich durchgeführt; nicht automatisch zusätzlich zu 3922 für denselben Amplifikationsschritt..
GOÄ-Nummer 3926: Identifizierung humaner Nukleinsäurefragmente durch Sequenzermittlung; Nur bei tatsächlich erbrachter originärer Sequenzermittlung humaner Nukleinsäurefragmente. Diese Kette ist keine pauschale Abbildung moderner NGS-Panels. Bei RNA-basierten Verfahren ist zu beachten, dass 3920 bis 3926 keine originäre Position für die reverse Transkription enthalten; Nr. 4782 gehört zum Erregerabschnitt und wird nicht originär ergänzt. Nicht im Gebührenverzeichnis enthaltene selbständige Schritte beziehungsweise methodisch nicht gleichartige neue Verfahren sind nach § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall zu prüfen..
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
