Kombinierte MMR-Immunhistochemie und MSI-Testung am Tumorgewebe

Abrechnungshinweise für Pathologie

FachgruppePathologie
GOÄ-Abrechnung für Kombinierte MMR-Immunhistochemie und MSI-Testung am Tumorgewebe

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Prüft die DNA-Mismatch-Reparatur über Proteinexpression und Mikrosatellitenstatus und erkennt dadurch einen reparaturdefizienten Tumorphänotyp mit diagnostischer und therapeutischer Relevanz. Die Abklärung umfasst kombinierte MMR-Immunhistochemie und MSI-Testung am Tumorgewebe.

Wann ist sie anwendbar?

Bei geeigneter Tumorentität zur Lynch-Syndrom-Vorselektion beziehungsweise Therapieplanung; Tumorgehalt, interne Kontrollen und diskordante Ergebnisse müssen berücksichtigt werden. Erforderliche Kernleistungen: Kombinierte MMR-Immunhistochemie und MSI-Testung am Tumorgewebe; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. A4815-MMRKernpositionImmunhistochemische Untersuchung des vollständigen MMR-Viererpanels MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2. Nur wenn das vollständige Viererpanel tatsächlich untersucht wurde. Nach der BÄK-Darstellung je MMR-Protein zweimal Nr. 4815 analog, insgesamt acht Ansätze. Bei einem unvollständigen Panel nur die tatsächlich erbrachten Marker nach den allgemeinen IHC-Regeln berücksichtigen.
GOÄ-Nr. A4872-MSIKernpositionMolekularpathologische Analyse der Mikrosatelliten-Instabilität (MSI). Nur wenn zusätzlich zur MMR-IHC tatsächlich eine MSI-Testung durchgeführt wurde. Nach dem BÄK-GOÄ-Ratgeber hat sich hierfür der dreimalige Analogansatz der Nr. 4872 etabliert.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A4815-MMR

Kernposition der Kombination

Anzahl: 8
Analog bewertet zu: 4815
Source note: BÄK GOÄ-Ratgeber 2024 zu molekularpathologischen Tumor-Biomarkern.
GOÄ A4872-MSI

Kernposition der Kombination

Anzahl: 3
Analog bewertet zu: 4872
Source note: BÄK GOÄ-Ratgeber 2024: MSI-Testung mit etabliertem dreimaligem Analogansatz Nr. 4872.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer A4815-MMR: Immunhistochemische Untersuchung des vollständigen MMR-Viererpanels MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2; Nur wenn das vollständige Viererpanel tatsächlich untersucht wurde. Nach der BÄK-Darstellung je MMR-Protein zweimal Nr. 4815 analog, insgesamt acht Ansätze. Bei einem unvollständigen Panel nur die tatsächlich erbrachten Marker nach den allgemeinen IHC-Regeln berücksichtigen..

GOÄ-Nummer A4872-MSI: Molekularpathologische Analyse der Mikrosatelliten-Instabilität (MSI); Nur wenn zusätzlich zur MMR-IHC tatsächlich eine MSI-Testung durchgeführt wurde. Nach dem BÄK-GOÄ-Ratgeber hat sich hierfür der dreimalige Analogansatz der Nr. 4872 etabliert..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.