Kombinierte histologische und zytologische Untersuchung zur Krebsdiagnostik
Abrechnungshinweise für Pathologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Verarbeitet eingesandtes Gewebe zu beurteilbaren Schnitten und bestimmt morphologisch Entität, Dignität und gegebenenfalls die Notwendigkeit gezielter Zusatzuntersuchungen. Die Abklärung umfasst kombinierte histologische und zytologische Untersuchung zur Krebsdiagnostik mit optionaler Immunhistochemie.
Wann ist sie anwendbar?
Bei korrekt fixiertem, eindeutig zugeordnetem Untersuchungsmaterial; erschwerte Aufbereitung, Mikrometrie oder Immunhistochemie benötigen eine konkrete morphologische Fragestellung. Erforderliche Kernleistung: Kombinierte histologische und zytologische Untersuchung zur Krebsdiagnostik mit optionaler Immunhistochemie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 4810 | Kernposition | Histologische Untersuchung eines Materials und zytologische Untersuchung zur Krebsdiagnostik. Nur wenn beide in der Leistungslegende enthaltenen Komponenten tatsächlich erbracht wurden. Für denselben kombinierten Leistungsinhalt 4800 und 4851 nicht zusätzlich ansetzen. |
| GOÄ-Nr. A4815-IHC | Bedingt / alternativ | Immunhistochemische Untersuchung eines Materials, je tatsächlich untersuchtem Marker beziehungsweise Verfahren. Nur bei medizinisch erforderlicher und tatsächlich erbrachter Immunhistochemie. Der BÄK-GOÄ-Ratgeber beschreibt für qualitative Verfahren die Systematik: für die ersten fünf Marker/Verfahren je Material jeweils zweimal Nr. 4815 analog, ab dem sechsten jeweils einmal; bei mehr als drei Verfahren diagnosebezogene Begründung vorsehen. Der historische zugrunde liegende Beschluss wurde nach BÄK-Angabe nicht formal veröffentlicht; daher als BÄK-Auslegungshilfe, nicht als rechtsverbindliche Pauschalregel anwenden. Marker/Verfahren angeben und § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall prüfen. Keine künstliche A4830 verwenden. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nummer 4810: Histologische Untersuchung eines Materials und zytologische Untersuchung zur Krebsdiagnostik; Nur wenn beide in der Leistungslegende enthaltenen Komponenten tatsächlich erbracht wurden. Für denselben kombinierten Leistungsinhalt 4800 und 4851 nicht zusätzlich ansetzen..
GOÄ-Nummer A4815-IHC: Immunhistochemische Untersuchung eines Materials, je tatsächlich untersuchtem Marker beziehungsweise Verfahren; Nur bei medizinisch erforderlicher und tatsächlich erbrachter Immunhistochemie. Der BÄK-GOÄ-Ratgeber beschreibt für qualitative Verfahren die Systematik: für die ersten fünf Marker/Verfahren je Material jeweils zweimal Nr. 4815 analog, ab dem sechsten jeweils einmal; bei mehr als drei Verfahren diagnosebezogene Begründung vorsehen. Der historische zugrunde liegende Beschluss wurde nach BÄK-Angabe nicht formal veröffentlicht; daher als BÄK-Auslegungshilfe, nicht als rechtsverbindliche Pauschalregel anwenden. Marker/Verfahren angeben und § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall prüfen. Keine künstliche A4830 verwenden..
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
