Schnittserienhistologie bei zweifelhafter/positiver Zytologie
Abrechnungshinweise für Pathologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Untersucht ein Gewebe in zusätzlichen Stufen, um einen kleinen oder in der Erstaufarbeitung nicht sicher erfassten pathologischen Befund gezielt nachzuweisen. Die Labordiagnostik umfasst schnittserienhistologie bei zweifelhafter/positiver Zytologie mit optionaler Immunhistochemie.
Wann ist sie anwendbar?
Bei zweifelhafter beziehungsweise positiver Zytologie oder fokaler morphologischer Verdachtsstelle, wenn weitere Schnitte die diagnostische Sicherheit relevant erhöhen. Erforderliche Kernleistung: Schnittserienhistologie bei zweifelhafter/positiver Zytologie mit optionaler Immunhistochemie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 4811 | Kernposition | Histologische Untersuchung und Begutachtung eines Materials anhand von Schnittserien bei zweifelhafter oder positiver Zytologie. Setzt den in der Leistungslegende beschriebenen zytologischen Vorbefund voraus. Die Vorzytologie kann auch extern erfolgt sein. |
| GOÄ-Nr. A4815-IHC | Bedingt / alternativ | Immunhistochemische Untersuchung eines Materials, je tatsächlich untersuchtem Marker beziehungsweise Verfahren. Nur bei medizinisch erforderlicher und tatsächlich erbrachter Immunhistochemie. Der BÄK-GOÄ-Ratgeber beschreibt für qualitative Verfahren die Systematik: für die ersten fünf Marker/Verfahren je Material jeweils zweimal Nr. 4815 analog, ab dem sechsten jeweils einmal; bei mehr als drei Verfahren diagnosebezogene Begründung vorsehen. Der historische zugrunde liegende Beschluss wurde nach BÄK-Angabe nicht formal veröffentlicht; daher als BÄK-Auslegungshilfe, nicht als rechtsverbindliche Pauschalregel anwenden. Marker/Verfahren angeben und § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall prüfen. Keine künstliche A4830 verwenden. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nummer 4811: Histologische Untersuchung und Begutachtung eines Materials anhand von Schnittserien bei zweifelhafter oder positiver Zytologie; Setzt den in der Leistungslegende beschriebenen zytologischen Vorbefund voraus. Die Vorzytologie kann auch extern erfolgt sein..
GOÄ-Nummer A4815-IHC: Immunhistochemische Untersuchung eines Materials, je tatsächlich untersuchtem Marker beziehungsweise Verfahren; Nur bei medizinisch erforderlicher und tatsächlich erbrachter Immunhistochemie. Der BÄK-GOÄ-Ratgeber beschreibt für qualitative Verfahren die Systematik: für die ersten fünf Marker/Verfahren je Material jeweils zweimal Nr. 4815 analog, ab dem sechsten jeweils einmal; bei mehr als drei Verfahren diagnosebezogene Begründung vorsehen. Der historische zugrunde liegende Beschluss wurde nach BÄK-Angabe nicht formal veröffentlicht; daher als BÄK-Auslegungshilfe, nicht als rechtsverbindliche Pauschalregel anwenden. Marker/Verfahren angeben und § 6 Abs. 2 GOÄ im Einzelfall prüfen. Keine künstliche A4830 verwenden..
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
