Pelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung

Urologie · Uroonkologie

FachgruppeUrologie
ThemenbereichUroonkologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 1783
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550
GOÄ-Abrechnung für Pelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entfernt ein definiertes regionales Lymphabflussgebiet zur onkologischen Stadieneinordnung und lokalen Tumorkontrolle. Die Versorgung umfasst pelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei tumorbezogen begründeter pelviner oder inguinaler Lymphadenektomie; Region, Seite und Umfang folgen Primärtumor, Staging und therapeutischem Konzept. Erforderliche Kernleistung: Pelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1783KernpositionPelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung
GOÄ-Nr. 250Bedingt / alternativBlutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
GOÄ-Nr. 3550Bedingt / alternativBlutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Totale retroperitoneale Lymphadenektomie“ sowie „Maligner Nierentumor – organerhaltende Entfernung mit regionalen Lymphknoten“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1783: Pelvine Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung

onkologische Indikation

Lymphknotenregionen

Präparate

Blutverlust/Drainagen

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.