Peniskarzinom – Penis- und Skrotumentfernung mit inguinaler Lymphknotenausräumung
Urologie · Urologische Onkologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Entfernt ein Peniskarzinom mit dem für lokale Kontrolle nötigen Umfang und berücksichtigt regionale Lymphknoten sowie möglichst weitgehenden Funktionserhalt. Der Eingriff umfasst penisamputation mit Skrotumentfernung und Ausräumung der Leistendrüsen.
Wann ist sie anwendbar?
Bei histologisch gesichertem invasivem Tumor nach lokaler und nodaler Stadieneinteilung; Resektions- und Lymphknotenumfang folgen Stadium, Lage und onkologischem Konzept. Erforderliche Kernleistung: Penisamputation mit Skrotumentfernung und Ausräumung der Leistendrüsen; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1748 | Kernposition | Penisamputation mit Skrotumentfernung und Ausräumung der Leistendrüsen. Die Verlagerung der Harnröhre ist Bestandteil der Leistung. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
| GOÄ-Nr. 3551 | Bedingt / alternativ | Differenzialblutbild. Nur zusätzlich zu Nr. 3550. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Inguinale Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung“ sowie „Peniskarzinom – Penisamputation“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1748: Die Verlagerung der Harnröhre ist Bestandteil der Leistung.
Tumorstadium und Indikation
Operationsumfang einschließlich Harnröhrenverlagerung
Lymphknotenstatus
Histologie
Nachsorge
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
