Uretertumor – Ureterektomie, gegebenenfalls mit Blasenmanschette
Urologie · Urologische Onkologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Entfernt einen erkrankten Harnleiter vollständig beziehungsweise segmental und stellt den Harnabfluss durch Manschettenresektion oder End-zu-End-Anastomose wieder her. Die Versorgung umfasst ureterektomie.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gesichertem operationsbedürftigem Ureterbefund nach Bildgebung und Funktionsprüfung; Tumorlage, Länge, Nierenfunktion und onkologischer Sicherheitsbedarf bestimmen das Verfahren. Erforderliche Kernleistung: Ureterektomie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1818 | Kernposition | Ureterektomie, gegebenenfalls einschließlich Blasenmanschette |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Venöse Blutentnahme. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Inguinale Lymphknotenausräumung als selbständige Leistung“ sowie „Peniskarzinom – Penis- und Skrotumentfernung mit inguinaler Lymphknotenausräumung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1818: Ureterektomie, gegebenenfalls einschließlich Blasenmanschette
Seite und Tumorlokalisation
Operationsumfang/Blasenmanschette
Harnableitung
Histologie
Nachsorge
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
