Wundmikrobiologie mit bedingtem Antibiogramm: quantitativer automatisierter …

Abrechnungshinweise für Phlebologie

AbrechnungsfallWundmikrobiologie mit bedingtem Antibiogramm: quantitativer automatisierter Empfindlichkeitstest
FachgruppePhlebologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 4530
GOÄ-Abrechnung für Wundmikrobiologie mit bedingtem Antibiogramm: quantitativer automatisierter Empfindlichkeitstest

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Identifiziert bei klinisch relevanter Wundinfektion den Erreger und gegebenenfalls sein Resistenzprofil, um eine kalkulierte Therapie gezielt anzupassen. Die Abklärung umfasst turbidimetrische oder nephelometrische Messung (teil- oder vollmechanisierte Geräte) und Aerobe Bakterienkultur.

Wann ist sie anwendbar?

Bei klinischen Infektionszeichen, systemischer Beteiligung, Therapieversagen oder besonderem Resistenzrisiko; eine bloße Kolonisation chronischer Wunden genügt nicht. Bei Varianten gilt: Nur tatsächlich erbrachte und dokumentierte Kernleistungen ansetzen: Wundmikrobiologie mit bedingtem Antibiogramm: quantitativer automatisierter Empfindlichkeitstest.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 4511Bedingt / alternativLichtmikroskopische Untersuchung des Nativmaterials zum Bakteriennachweis einschließlich Gramfärbung, qualitativ, je Untersuchung. Tatsächlich durchgeführte Gramfärbung und mikroskopische Auswertung des Wundmaterials; kein zusätzlicher Ansatz Nr. 3510 für dasselbe Präparat.
GOÄ-Nr. 4530KernpositionUntersuchung zum Nachweis von Bakterien durch einfache Anzüchtung oder Weiterzüchtung auf Nährböden, aerob (z.B. Blut-, Endo-, McConkey-Agar, Nährbouillon), je Nährmedium. Je tatsächlich eingesetztem aerobem Nährmedium; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial. Keine pauschale Ausschöpfung.
GOÄ-Nr. 4533Bedingt / alternativUntersuchung zum Nachweis von Bakterien durch Anzüchtung oder Weiterzüchtung in anaerober oder mikroaerophiler Atomsphäre, je Nährmedium. Je tatsächlich eingesetztem anaerobem/mikroaerophilem Nährmedium bei entsprechender Fragestellung; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial.
GOÄ-Nr. 4549Bedingt / alternativIdentifizierung, Untersuchung von aerob angezüchteten Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe - mindestens zwanzig Reaktionen -, je Keim. Nur bei tatsächlicher Identifizierung aerob gezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe mit mindestens 20 Reaktionen, je Keim. Kein automatischer Ansatz für MALDI-TOF.
GOÄ-Nr. 4550Bedingt / alternativIdentifizierung, Untersuchung anaerob angezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe in anaerober oder mikroaerophiler Atmosphäre, je Keim. Nur tatsächlich entsprechende Identifizierung eines anaerob gezüchteten Keims.
GOÄ-Nr. 4614Bedingt / alternativUntersuchung zur quantitativen Prüfung der Empfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika und/oder Chemotherapeutika durch Anzüchtung in entsprechenden Flüssigmedien und photometrische, turbidimetrische oder nephelometrische Messung (teil- oder vollmechanisierte Geräte), je Untersuchung. Tatsächlich quantitative Empfindlichkeitsprüfung durch Anzüchtung in entsprechenden Flüssigmedien und photometrische, turbidimetrische oder nephelometrische Messung am teil-/vollmechanisierten Gerät. Je Untersuchung, nicht je Antibiotikum. Keine zusätzlichen 4610/4611/4612 für denselben Test.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 4511: Lichtmikroskopische Untersuchung des Nativmaterials zum Bakteriennachweis einschließlich Gramfärbung, qualitativ, je Untersuchung; Tatsächlich durchgeführte Gramfärbung und mikroskopische Auswertung des Wundmaterials; kein zusätzlicher Ansatz Nr. 3510 für dasselbe Präparat..

GOÄ-Nummer 4530: Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch einfache Anzüchtung oder Weiterzüchtung auf Nährböden, aerob (z.B. Blut-, Endo-, McConkey-Agar, Nährbouillon), je Nährmedium; Je tatsächlich eingesetztem aerobem Nährmedium; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial. Keine pauschale Ausschöpfung..

GOÄ-Nummer 4533: Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch Anzüchtung oder Weiterzüchtung in anaerober oder mikroaerophiler Atomsphäre, je Nährmedium; Je tatsächlich eingesetztem anaerobem/mikroaerophilem Nährmedium bei entsprechender Fragestellung; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial..

GOÄ-Nummer 4549: Identifizierung, Untersuchung von aerob angezüchteten Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe - mindestens zwanzig Reaktionen -, je Keim; Nur bei tatsächlicher Identifizierung aerob gezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe mit mindestens 20 Reaktionen, je Keim. Kein automatischer Ansatz für MALDI-TOF..

GOÄ-Nummer 4550: Identifizierung, Untersuchung anaerob angezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe in anaerober oder mikroaerophiler Atmosphäre, je Keim; Nur tatsächlich entsprechende Identifizierung eines anaerob gezüchteten Keims..

GOÄ-Nummer 4614: Untersuchung zur quantitativen Prüfung der Empfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika und/oder Chemotherapeutika durch Anzüchtung in entsprechenden Flüssigmedien und photometrische, turbidimetrische oder nephelometrische Messung (teil- oder vollmechanisierte Geräte), je Untersuchung; Tatsächlich quantitative Empfindlichkeitsprüfung durch Anzüchtung in entsprechenden Flüssigmedien und photometrische, turbidimetrische oder nephelometrische Messung am teil-/vollmechanisierten Gerät. Je Untersuchung, nicht je Antibiotikum. Keine zusätzlichen 4610/4611/4612 für denselben Test..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.