Wundmikrobiologie mit bedingtem Antibiogramm: Break-Point-Methode
Abrechnungshinweise für Phlebologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Identifiziert bei klinisch relevanter Wundinfektion den Erreger und gegebenenfalls sein Resistenzprofil, um eine kalkulierte Therapie gezielt anzupassen. Die Abklärung umfasst bis zu acht Substanzen und Aerobe Bakterienkultur. Nach kulturellem Erregernachweis ordnet die Break-Point-Methode die geprüften Antibiotika anhand definierter Grenzwerte als wirksam oder resistent ein.
Wann ist sie anwendbar?
Bei klinischen Infektionszeichen, systemischer Beteiligung, Therapieversagen oder besonderem Resistenzrisiko; eine bloße Kolonisation chronischer Wunden genügt nicht. Nach kulturellem Erregernachweis ordnet die Break-Point-Methode die geprüften Antibiotika anhand definierter Grenzwerte als wirksam oder resistent ein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 4511 | Bedingt / alternativ | Lichtmikroskopische Untersuchung des Nativmaterials zum Bakteriennachweis einschließlich Gramfärbung, qualitativ, je Untersuchung. Tatsächlich durchgeführte Gramfärbung und mikroskopische Auswertung des Wundmaterials; kein zusätzlicher Ansatz Nr. 3510 für dasselbe Präparat. |
| GOÄ-Nr. 4530 | Kernposition | Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch einfache Anzüchtung oder Weiterzüchtung auf Nährböden, aerob (z.B. Blut-, Endo-, McConkey-Agar, Nährbouillon), je Nährmedium. Je tatsächlich eingesetztem aerobem Nährmedium; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial. Keine pauschale Ausschöpfung. |
| GOÄ-Nr. 4533 | Bedingt / alternativ | Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch Anzüchtung oder Weiterzüchtung in anaerober oder mikroaerophiler Atomsphäre, je Nährmedium. Je tatsächlich eingesetztem anaerobem/mikroaerophilem Nährmedium bei entsprechender Fragestellung; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial. |
| GOÄ-Nr. 4549 | Bedingt / alternativ | Identifizierung, Untersuchung von aerob angezüchteten Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe - mindestens zwanzig Reaktionen -, je Keim. Nur bei tatsächlicher Identifizierung aerob gezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe mit mindestens 20 Reaktionen, je Keim. Kein automatischer Ansatz für MALDI-TOF. |
| GOÄ-Nr. 4550 | Bedingt / alternativ | Identifizierung, Untersuchung anaerob angezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe in anaerober oder mikroaerophiler Atmosphäre, je Keim. Nur tatsächlich entsprechende Identifizierung eines anaerob gezüchteten Keims. |
| GOÄ-Nr. 4611 | Bedingt / alternativ | Untersuchung zur Prüfung der Empfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika und/oder Chemotherapeutika nach der Break-Point-Methode, bis zu acht Substanzen, je geprüfter Substanz. Tatsächlich Empfindlichkeitsprüfung nach der Break-Point-Methode, je geprüfter Substanz, höchstens acht Substanzen. Nur eigener methodischer Ansatz; keine automatische zusätzliche 4610, 4612 oder 4614 für denselben Test. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nummer 4511: Lichtmikroskopische Untersuchung des Nativmaterials zum Bakteriennachweis einschließlich Gramfärbung, qualitativ, je Untersuchung; Tatsächlich durchgeführte Gramfärbung und mikroskopische Auswertung des Wundmaterials; kein zusätzlicher Ansatz Nr. 3510 für dasselbe Präparat..
GOÄ-Nummer 4530: Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch einfache Anzüchtung oder Weiterzüchtung auf Nährböden, aerob (z.B. Blut-, Endo-, McConkey-Agar, Nährbouillon), je Nährmedium; Je tatsächlich eingesetztem aerobem Nährmedium; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial. Keine pauschale Ausschöpfung..
GOÄ-Nummer 4533: Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch Anzüchtung oder Weiterzüchtung in anaerober oder mikroaerophiler Atomsphäre, je Nährmedium; Je tatsächlich eingesetztem anaerobem/mikroaerophilem Nährmedium bei entsprechender Fragestellung; höchstens viermal je Untersuchungsmaterial..
GOÄ-Nummer 4549: Identifizierung, Untersuchung von aerob angezüchteten Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe - mindestens zwanzig Reaktionen -, je Keim; Nur bei tatsächlicher Identifizierung aerob gezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe mit mindestens 20 Reaktionen, je Keim. Kein automatischer Ansatz für MALDI-TOF..
GOÄ-Nummer 4550: Identifizierung, Untersuchung anaerob angezüchteter Bakterien mittels erweiterter bunter Reihe in anaerober oder mikroaerophiler Atmosphäre, je Keim; Nur tatsächlich entsprechende Identifizierung eines anaerob gezüchteten Keims..
GOÄ-Nummer 4611: Untersuchung zur Prüfung der Empfindlichkeit von Bakterien gegen Antibiotika und/oder Chemotherapeutika nach der Break-Point-Methode, bis zu acht Substanzen, je geprüfter Substanz; Tatsächlich Empfindlichkeitsprüfung nach der Break-Point-Methode, je geprüfter Substanz, höchstens acht Substanzen. Nur eigener methodischer Ansatz; keine automatische zusätzliche 4610, 4612 oder 4614 für denselben Test..
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
