Mastdarmgeschwulst – peranale Entfernung mit Sphinkterdurchtrennung

Abrechnungshinweise für Proktologie

FachgruppeProktologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 3226
GOÄ-Abrechnung für Mastdarmgeschwulst – peranale Entfernung mit Sphinkterdurchtrennung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entfernt einen klar lokalisierten Rektumbefund über den anatomisch geeigneten Zugang und berücksichtigt dabei Tumorkontrolle, Passage und Schließmuskelfunktion. Der Eingriff umfasst peranale Entfernung mit Sphinkterdurchtrennung.

Wann ist sie anwendbar?

Bei gesichertem operationsbedürftigem Rektumbefund nach vollständiger Ausdehnungs- und Funktionsbeurteilung; Zugang und Resektionsumfang richten sich nach Lage, Dignität und Kontinenzziel. Erforderliche Kernleistung: Peranale Entfernung mit Sphinkterdurchtrennung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher –. Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig.
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung. Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8.
GOÄ-Nr. 11Bedingt / alternativDigitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist.
GOÄ-Nr. 690Bedingt / alternativRektoskopie – gegebenenfalls einschließlich Probeexzision und/oder Probepunktion. Nur bei eigenständiger diagnostischer Rektoskopie.
GOÄ-Nr. 3226KernpositionPeranale operative Entfernung einer Mastdarmgeschwulst mit Durchtrennung der Schließmuskulatur (Rectostomia posterior) einschließlich Naht
GOÄ-Nr. 490Bedingt / alternativInfiltrationsanästhesie kleiner Bezirke. Nur wenn tatsächlich separat erbracht.
GOÄ-Nr. 491Bedingt / alternativInfiltrationsanästhesie großer Bezirke. Alternative zu Nr. 490.
GOÄ-Nr. 494Bedingt / alternativLeitungsanästhesie, endoneural – auch Pudendusanästhesie. Nur wenn tatsächlich durchgeführt.
GOÄ-Nr. A704Bedingt / alternativAnaltonometrie analog Nr. 1791. Nur bei tatsächlich separat durchgeführter funktioneller Diagnostik.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A704

Bedingte oder alternative Position

Analog bewertet zu: 1791
Source note: BÄK-Analogverzeichnis.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher –; Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig..

GOÄ-Nummer 5: Symptombezogene Untersuchung; Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8..

GOÄ-Nummer 11: Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata; Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist..

GOÄ-Nummer 690: Rektoskopie – gegebenenfalls einschließlich Probeexzision und/oder Probepunktion; Nur bei eigenständiger diagnostischer Rektoskopie..

GOÄ-Nummer 3226: Peranale operative Entfernung einer Mastdarmgeschwulst mit Durchtrennung der Schließmuskulatur (Rectostomia posterior) einschließlich Naht.

GOÄ-Nummer 490: Infiltrationsanästhesie kleiner Bezirke; Nur wenn tatsächlich separat erbracht..

GOÄ-Nummer 491: Infiltrationsanästhesie großer Bezirke; Alternative zu Nr. 490..

GOÄ-Nummer 494: Leitungsanästhesie, endoneural – auch Pudendusanästhesie; Nur wenn tatsächlich durchgeführt..

GOÄ-Nummer A704: Analtonometrie analog Nr. 1791; Nur bei tatsächlich separat durchgeführter funktioneller Diagnostik..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.