Arbeitsbedingte Atemwegsbeschwerden – Abklärung mit Spirometrie
Symptomorientierte Erstabklärung mit Spirometrie und bedingten Zusatzuntersuchungen.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
Beratung, Brustorganstatus und Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve bilden die Ausgangskonstellation. Bronchospasmolyse und Röntgen kommen nur bei eigener Fragestellung beziehungsweise Indikation hinzu.
| GOÄ-Ziffer | Rolle in der Kette | Leistung und Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme Nur bei vollständiger Untersuchung der Brustorgane. |
| GOÄ-Nr. 605 | Kernposition | Ruhespirographische Untersuchung (im geschlossenen oder offenen System) mit fortlaufend registrierenden Methoden |
| GOÄ-Nr. 605A | Kernposition | Darstellung der Flußvolumenkurve bei spirographischen Untersuchungen – einschließlich graphischer Registrierung und Dokumentation Nur bei tatsächlich dargestellter Fluss-Volumen-Kurve. |
| GOÄ-Nr. 609 | Bedingte Zusatzposition | Bestimmung der absoluten und relativen Sekundenkapazität vor und nach Inhalation pharmakodynamisch wirksamer Substanzen Nur bei tatsächlich durchgeführtem Bronchospasmolysetest. |
| GOÄ-Nr. 5135 | Bedingte Zusatzposition | Brustorgane-Übersicht, in einer Ebene Nur bei rechtfertigender Indikation; nicht routinemäßig wegen arbeitsmedizinischem Anlass. |
Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Die Seite behandelt Beschwerden mit spirometrischer Abklärung. Wird stattdessen eine Ganzkörperplethysmographie durchgeführt, gilt die separate Bodyplethysmographie-Kombination.
Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Arbeitsbezug, zeitlicher Beschwerdeverlauf und Exposition
vollständiger Brustorganstatus
Spirometrie und dargestellte Fluss-Volumen-Kurve
Vorher-nachher-Werte bei Bronchospasmolyse oder eigene Röntgenindikation
Praxisbeispiel
Dokumentierter Behandlungsablauf
Bei arbeitsplatzabhängigem Husten werden Beratung, Brustorganstatus und Spirometrie dokumentiert. Wegen Obstruktionsverdacht wird zusätzlich ein Bronchospasmolysetest mit Vorher-nachher-Werten durchgeführt.
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
Symptomabklärung und reine Gefahrstoffvorsorge werden nicht getrennt.
2.
Eine Röntgenaufnahme wird ohne eigenständige rechtfertigende Indikation ergänzt.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Die endgültige Rechnung richtet sich nach der tatsächlich erbrachten Leistung, der geltenden GOÄ und der konkreten Vertragsgrundlage.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
