Arbeitsbedingte Atemwegsbeschwerden – Abklärung mit Bodyplethysmographie
Vertiefte Lungenfunktionsdiagnostik mit Ganzkörperplethysmographie.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
Beratung und Brustorganstatus werden mit der tatsächlich durchgeführten Ganzkörperplethysmographie verbunden. Die ausgeschlossenen spirometrischen Leistungen dürfen für denselben Ablauf nicht zusätzlich angesetzt werden.
| GOÄ-Ziffer | Rolle in der Kette | Leistung und Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 7 | Kernposition | Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme Nur bei vollständiger Untersuchung der Brustorgane. |
| GOÄ-Nr. 610 | Kernposition | Ganzkörperplethysmographische Untersuchung (Bestimmung des intrathorakalen Gasvolumens und des Atemwegwiderstandes) – gegebenenfalls mit Bestimmung der Lungendurchblutung Nur bei tatsächlich durchgeführter Ganzkörperplethysmographie; Nr. 610 ist neben Nr. 605 oder 608 nicht berechnungsfähig. |
| GOÄ-Nr. 5135 | Bedingte Zusatzposition | Brustorgane-Übersicht, in einer Ebene Nur bei rechtfertigender Indikation. |
Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Im Gegensatz zur Spirometrie-Seite steht hier die Ganzkörperplethysmographie mit Atemwegswiderstand und Lungenvolumina im Mittelpunkt.
Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
arbeitsbezogene Dyspnoe und konkrete Exposition
vollständiger Brustorganstatus
Messumfang und Befunde der Ganzkörperplethysmographie
eigenständige Indikation einer möglichen Thoraxbildgebung
Praxisbeispiel
Dokumentierter Behandlungsablauf
Bei unklarer arbeitsabhängiger Dyspnoe werden Brustorgane untersucht und eine Ganzkörperplethysmographie durchgeführt. Eine einfache Spirometrieziffer wird dafür nicht zusätzlich angesetzt.
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
Bodyplethysmographie und ausgeschlossene Spirometrie werden nebeneinander berechnet.
2.
Die vertiefte Messung wird dokumentarisch nur als 'Lungenfunktion' bezeichnet.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Die endgültige Rechnung richtet sich nach der tatsächlich erbrachten Leistung, der geltenden GOÄ und der konkreten Vertragsgrundlage.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
