Hautgefährdung, Feuchtarbeit oder arbeitsbedingte Dermatose

Hautuntersuchung und gezielte Allergiediagnostik bei beruflich bedingten Beschwerden.

AbrechnungsfallHautgefährdung, Feuchtarbeit oder arbeitsbedingte Dermatose – Untersuchung und Allergiediagnostik
EinordnungArbeitsmedizinische Vorsorge oder Abklärung
KernpositionenGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 7
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 380, GOÄ-Nr. 381 und GOÄ-Nr. 385
Vor AbrechnungKostenträger und Vertragsgrundlage klären
GOÄ-Abrechnung für Hautgefährdung, Feuchtarbeit oder arbeitsbedingte Dermatose – Untersuchung und Allergiediagnostik

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Beratung und vollständiger Hautstatus bilden die Basis. Epikutan- und Pricktests sind keine austauschbaren Routinetests, sondern folgen der dokumentierten Typ-IV- oder Soforttyp-Allergiefragestellung.

GOÄ-ZifferRolle in der KetteLeistung und Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Kernposition

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ-Nr. 7Kernposition

Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme

Nur bei vollständiger Untersuchung des gesamten Hautorgans.

GOÄ-Nr. 380Bedingte Zusatzposition

Epikutantest, je Test (1. bis 30. Test je Behandlungsfall)

Nur bei konkretem Verdacht auf Typ-IV-Kontaktallergie und tatsächlich durchgeführtem Epikutantest; Mengenstaffel beachten.

GOÄ-Nr. 381Bedingte Zusatzposition

Epikutantest, je Test (31. bis 50. Test je Behandlungsfall)

Nur bei entsprechendem weiteren Umfang des tatsächlich durchgeführten Epikutantests; Mengenstaffel beachten.

GOÄ-Nr. 385Bedingte Zusatzposition

Pricktest, je Test (1. bis 20. Test je Behandlungsfall)

Nur bei konkretem Verdacht auf Soforttyp-Allergie und tatsächlich durchgeführtem Pricktest.

Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Anders als bei reiner UV-Hautvorsorge steht hier eine arbeitsbedingte Dermatose oder Allergie im Vordergrund. Die Testart richtet sich nach dem vermuteten Reaktionsmechanismus.

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Arbeitsstoffe, Expositionsmuster und Hautschutzmaßnahmen

Morphologie und Verteilung der Hautveränderungen

konkrete Allergiehypothese

Testart, getestete Substanzen, Umfang und Ableseergebnis

Praxisbeispiel

Dokumentierter Behandlungsablauf

Bei rezidivierendem Handekzem unter Feuchtarbeit wird nach Hautstatus wegen einer konkreten Kontaktallergie ein Epikutantest durchgeführt. Ein Pricktest wird nicht ohne Soforttyp-Fragestellung ergänzt.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Epikutan- und Pricktest werden ohne differenzierte Allergiefragestellung kombiniert.


2.

Die Mengenstaffel des tatsächlich durchgeführten Testumfangs bleibt unberücksichtigt.

Ähnliche Abrechnungsfälle

Die endgültige Rechnung richtet sich nach der tatsächlich erbrachten Leistung, der geltenden GOÄ und der konkreten Vertragsgrundlage.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.