Hartholzstaub – Vorsorge mit endoskopischer Nasenuntersuchung

Endoskopische Nasenuntersuchung bei Holzstaubexposition und Abgrenzung zum vollständigen HNO-Status.

EinordnungArbeitsmedizinische Vorsorge oder Abklärung
KernpositionenGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 1418
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 6
Vor AbrechnungKostenträger und Vertragsgrundlage klären
GOÄ-Abrechnung für Hartholzstaub – Vorsorge mit endoskopischer Nasenuntersuchung

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Die endoskopische Untersuchung der Nasenhaupthöhlen oder des Nasenrachenraums ist die spezifische Kernleistung. Ein vollständiger HNO-Status kann zusätzlich nur bei tatsächlich umfassender Organuntersuchung vorliegen.

GOÄ-ZifferRolle in der KetteLeistung und Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Kernposition

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ-Nr. 1418Kernposition

Endoskopische Untersuchung der Nasenhaupthöhlen und/oder des Nasenrachenraums – gegebenenfalls einschließlich der Stimmbänder

Nur bei tatsächlich durchgeführter endoskopischer Untersuchung der Nasenhaupthöhlen und/oder des Nasenrachenraums.

GOÄ-Nr. 6Bedingte Zusatzposition

Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines der folgenden Organsysteme

Nur wenn zusätzlich die vollständige Untersuchung des gesamten HNO-Bereichs entsprechend Nr. 6 erbracht wurde; Endoskopie nach Nr. 1418 ist bei eigener Leistung zusätzlich möglich.

Keine Pauschale: Nur vollständig erbrachte und dokumentierte Positionen ansetzen.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Im Gegensatz zur Lärmvorsorge steht hier nicht die Audiometrie, sondern die endoskopische Beurteilung der Nase bei Hartholzstaubexposition im Zentrum.

Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsbeurteilung verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die aktuelle ArbMedVV sowie die Vertragsgrundlage sollten vor der Abrechnung geprüft werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

konkrete Holzstaubexposition

untersuchte anatomische Bereiche

endoskopisches Verfahren und Befund

zusätzlicher HNO-Status nur mit vollständigem Untersuchungsumfang

Praxisbeispiel

Dokumentierter Behandlungsablauf

Bei langjähriger Hartholzstaubexposition wird nach Beratung der Nasenrachenraum endoskopisch untersucht. Eine darüber hinausgehende HNO-Untersuchung wird nur bei vollständiger Durchführung ergänzt.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Eine vordere Inspektion wird als endoskopische Untersuchung dokumentiert.


2.

Die Endoskopie wird automatisch mit einem unvollständigen HNO-Status kombiniert.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.