Blasenstein – endoskopische Zertrümmerung und Entfernung
Urologie · Blase und Urothel

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Zertrümmert einen Blasenstein endoskopisch und entfernt die Fragmente, um mechanische Reizung, Infektion und Abflussbehinderung zu beseitigen; die zugrunde liegende Entleerungsstörung wird mitbeurteilt. Der Eingriff umfasst endoskopische Zertrümmerung und Entfernung von Blasensteinen, je Sitzung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei symptomatischem oder komplikationsträchtigem Blasenstein, der endoskopisch erreichbar ist; Steingröße und -härte, Harnröhre, Restharn, Infekt und Ursache der Steinbildung bestimmen Technik und Nachbehandlung. Erforderliche Kernleistung: Endoskopische Zertrümmerung und Entfernung von Blasensteinen, je Sitzung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1800 | Kernposition | Endoskopische Zertrümmerung und Entfernung von Blasensteinen, je Sitzung |
| GOÄ-Nr. 3511 | Bedingt / alternativ | Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Blasenstein/Fremdkörper – offene Blasenoperation“ sowie „Transurethraler Eingriff in der Harnblase beziehungsweise spätere Ureterstent-Entfernung nach Nr. 1802“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1800: Endoskopische Zertrümmerung und Entfernung von Blasensteinen, je Sitzung
Steingröße/-zahl
Zertrümmerungsverfahren
Fragmententfernung
Katheter/Nachsorge
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 3511 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
