Großer Harnblasentumor – transurethrale Resektion
Urologie · Blase und Urothel

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Sichert und behandelt einen Blasentumor endoskopisch beziehungsweise organerhaltend und liefert Gewebe zu Dignität, Invasionstiefe und weiterer Risikostratifizierung. Der Eingriff umfasst transurethrale Resektion großer Harnblasengeschwülste, je Sitzung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei zystoskopisch oder bildgebend verdächtigem beziehungsweise bekanntem Blasentumor; Resektionsumfang und Nachsorge richten sich nach Histologie, Muskelinvasion und Rezidivrisiko. Erforderliche Kernleistung: Transurethrale Resektion großer Harnblasengeschwülste, je Sitzung; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1803 | Kernposition | Transurethrale Resektion großer Harnblasengeschwülste, je Sitzung |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Harnblasentumor – Teilresektion der Blase“ sowie „Operative Bildung einer Harnblase aus Ileum oder Kolon“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1803: Transurethrale Resektion großer Harnblasengeschwülste, je Sitzung
Tumorgröße/-zahl/-lokalisation
Resektionstiefe
Muskelanteil
Blutstillung
Katheter/Spülung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Urologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
