Operation eines Mammatumors

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Chirurgie: Positionen, Voraussetzungen und Dokumentation für „Operation eines Mammatumors“.

FachgruppeChirurgie
KernpositionenGOÄ-Nr. 2410
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 443
GOÄ-Abrechnung für Operation eines Mammatumors

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Entfernt einen umschriebenen Brusttumor mit angemessenem Sicherheits- und Gewebekonzept, damit Histologie und lokale Tumorkontrolle gesichert werden können. Der Eingriff umfasst operation eines Mammatumors.

Wann ist sie anwendbar?

Bei klinisch, bildgebend oder histologisch begründet operationsbedürftigem Mammabefund; Eingriffsumfang, Markierung und weitere axilläre beziehungsweise rekonstruktive Schritte richten sich nach Befund und Therapiekonzept. Erforderliche Kernleistung: Operation eines Mammatumors; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

Fachlicher Kontext

Im konkreten Fall stehen Mammatumor Operation, Brusttumor Exzision, Tumorektomie Mamma im Mittelpunkt. Der Umfang der Brustoperation reicht von der lokalen Tumoroperation bis zur radikalen Entfernung mit regionalen Lymphabflussgebieten. Maßgeblich sind Resektionsumfang, einbezogene Muskulatur und selbständig ausgeräumte Lymphstromgebiete.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

Für „Operation eines Mammatumors“ bildet GOÄ-Nr. 2410 die Kernleistung. GOÄ-Nr. 443 ist nur bei dem jeweils beschriebenen zusätzlichen oder alternativen Leistungsinhalt zu prüfen.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 2410KernpositionOperation eines Mammatumors
GOÄ-Nr. 443Bedingt / alternativZuschlag bei ambulanter Durchführung von operativen Leistungen, die mit Punktzahlen von 500 bis 799 Punkten bewertet sind. Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ 443

Bedingte oder alternative Position

Hinterlegter Faktor: 1

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Diese Seite beantwortet ausschließlich die Abrechnungsfrage zu „Operation eines Mammatumors“. Fachlich nah, aber nach Leistungsumfang getrennt zu prüfen, sind „Radikaloperation der Mamma mit Ausräumung der regionaeren Lymphstromgebiete“ und „Absetzen einer Brustdrüse“. Die eigene Seite jeder Variante verhindert, dass unterschiedliche Indikationen, Verfahren oder Zusatzleistungen zu einer pauschalen Kette vermischt werden.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Seite, Tumorlokalisation, Resektionsgrenzen, einbezogene Brustmuskulatur, Lymphknotenregionen, Präparat und histologische Sicherung.

Klinischer Bezug der Dokumentation: Mammatumor Operation, Brusttumor Exzision, Tumorektomie Mamma.

GOÄ-Nr. 2410: vollständige Durchführung und patientenbezogene Befunddokumentation.

Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Behandlungstag, Leistungserbringer und Zuordnung jeder Position zum konkret dokumentierten Leistungsabschnitt.

Praxisbeispiel

Konkreter Leistungsablauf

Dokumentierter Beispielfall: Operation eines Mammatumors. GOÄ-Nr. 2410 wird mit dem vollständigen Leistungsinhalt dokumentiert. Für GOÄ-Nr. 443 muss zusätzlich gelten: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

Lokale Tumorentfernung, Mastektomie und radikaler Eingriff werden ohne Nachweis des jeweiligen Resektionsumfangs gleichgesetzt.


2.

GOÄ-Nr. 443 wird ergänzt, ohne folgende Voraussetzung zu belegen: Nur bei ambulanter Durchführung, nur wenn die Hauptleistung im abschließenden Katalog des Abschnitts C VIII steht; je Behandlungstag nur der nach der höchstbewerteten zuschlagsfähigen Einzelleistung passende OP-Zuschlag.


3.

„Operation eines Mammatumors“ wird mit einer fachlich verwandten, aber im Leistungsumfang abweichenden Kombination gleichgesetzt.

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Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.