Welche GOÄ-Ziffern sind für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichHarnröhre und äußeres Genitale
KernpositionenGOÄ-Nr. 1708
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 1792
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Kalibrierung der männlichen Harnröhre

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ in Betracht?

Für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1708 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 1792 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ stehen Harnröhrenkalibrierung, Striktur Mann. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1708KernpositionKalibrierung der männlichen Harnröhre
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 3511Bedingt / alternativUntersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen
GOÄ-Nr. 1792Bedingt / alternativUroflowmetrie einschließlich Registrierung

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1708

Kernposition der Kombination

Kalibrierung der männlichen Harnröhre

GOÄ 5

Bedingte oder alternative Position

Symptombezogene Untersuchung

GOÄ 3511

Bedingte oder alternative Position

Untersuchung eines Körpermaterials mit vorgefertigtem Reagenzträger, z. B. Urinteststreifen

GOÄ 1792

Bedingte oder alternative Position

Uroflowmetrie einschließlich Registrierung

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“?

Besondere Dokumentationsvorgaben

Indikation
Kaliber und Widerstand
Miktionsbefund
Komplikationen

Wie grenzt sich „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kalibrierung der weiblichen Harnröhre“ sowie „Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Harnröhrenkalibrierung, Striktur Mann

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1708: Kalibrierung der männlichen Harnröhre

Indikation

Kaliber und Widerstand

Miktionsbefund

Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1708 (Kalibrierung der männlichen Harnröhre). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 5 gilt zusätzlich: Symptombezogene Untersuchung.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 5 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Symptombezogene Untersuchung


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Kalibrierung der weiblichen Harnröhre

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Männliche Harnröhre – unblutige Fremdkörperentfernung

Dazu gehören:

Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage

Dehnung der weiblichen Harnröhre

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1708 als Kernposition. GOÄ-Nr. 5, GOÄ-Nr. 3511 und GOÄ-Nr. 1792 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 1708. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Kalibrierung der männlichen Harnröhre“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Kalibrierung der weiblichen Harnröhre“ sowie „Dehnung der männlichen Harnröhre – einfache Bougierung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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