Oberer Verdauungstrakt – Monokontrastuntersuchung
Radiologie · Konventionelle Radiologie – Gastrointestinaltrakt

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Beurteilt Lumen, Schleimhautrelief, Motilität und Engstellen des Verdauungstrakts kontrastgestützt als funktionell-morphologische Passageuntersuchung. Die Abklärung umfasst monokontrastuntersuchung des oberen Verdauungstrakts.
Wann ist sie anwendbar?
Bei gezielter Passage-, Stenose- oder Schleimhautfrage, wenn Endoskopie beziehungsweise Schnittbilddiagnostik nicht geeigneter ist; Kontrastart und Untersuchungsumfang folgen der Region. Erforderliche Kernleistung: Monokontrastuntersuchung des oberen Verdauungstrakts; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 5157 | Kernposition | Monokontrastuntersuchung des oberen Verdauungstrakts (Speiseröhre, Magen, Duodenum und oberer Dünndarm) einschließlich Durchleuchtung |
| GOÄ-Nr. 5298 | Bedingt / alternativ | Zuschlag für digitale Radiographie zu Leistungen nach den Nrn. 5010 bis 5290. Nur bei digitaler Radiographie und nur zu einer zuschlagsfähigen Röntgenleistung; einmal je zuschlagsfähiger Leistung entsprechend den GOÄ-Bestimmungen. |
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher. Nur bei eigenständiger medizinischer Beratung, die über die bloße Überprüfung von Indikation und Untersuchungsumfang hinausgeht; neben Leistungen der Abschnitte C–O im Behandlungsfall nur einmal. |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Nur bei eigenständiger medizinischer Indikation und tatsächlich erbrachter symptombezogener Untersuchung; nicht allein für die routinemäßige radiologische Indikations-/Umfangsprüfung; neben Leistungen der Abschnitte C–O im Behandlungsfall nur einmal. |
| GOÄ-Nr. 75 | Bedingt / alternativ | Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht. Nur bei vollständiger Erfüllung der Leistungslegende mit relevanten anamnestischen Angaben und epikritischer Bewertung; der einfache radiologische Befundbericht ist bereits mit der Bildgebungsleistung abgegolten. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Oberer Verdauungstrakt – Doppelkontrast mit möglicher Erweiterung bis zum Ileozökalgebiet“ sowie „Kolon – Monokontrastuntersuchung“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen
GOÄ-Nr. 5157: Monokontrastuntersuchung des oberen Verdauungstrakts (Speiseröhre, Magen, Duodenum und oberer Dünndarm) einschließlich Durchleuchtung
Kontrastmittel
Lagerungen
Befund
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 5298 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei digitaler Radiographie und nur zu einer zuschlagsfähigen Röntgenleistung; einmal je zuschlagsfähiger Leistung entsprechend den GOÄ-Bestimmungen.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
Passende GOÄ-Ziffern direkt aus Ihrer Dokumentation finden
Testen Sie die kostenlose GOÄ-KI und erhalten Sie einen nachvollziehbaren Rechnungsvorschlag.
Radiologie: GOÄ-Leistungen nachvollziehbar dokumentieren und abrechnen
oder
Kostenlos testen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
