Welche GOÄ-Ziffern sind für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ in Betracht?
Für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ führt die Kette GOÄ-Nr. A1862 als Kernposition. GOÄ-Nr. 250 und GOÄ-Nr. 3550 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ stehen PCNL, PNL, Nierenstein. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. A1862 | Kernposition | BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage einer Nierenfistel. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage einer Nierenfistel.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie“ sowie „Nierenstein – Entfernung durch Pyelotomie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: PCNL, PNL, Nierenstein
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. A1862: BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage einer Nierenfistel.
Steinlast und Zugang
Dilatation/Zertrümmerung
Fragmentfreiheit
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. A1862 (BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage…). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 250 gilt zusätzlich: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Nierenausgussstein – Entfernung durch Nephrotomie
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. A1862. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie“ sowie „Nierenstein – Entfernung durch Pyelotomie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
