Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)
Urologie · Steinerkrankungen

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Entfernt beziehungsweise fragmentiert einen gesicherten Harnstein mit dem zur Lage und Größe passenden Verfahren und soll Obstruktion, Kolik, Infektion sowie weitere Nierenschädigung beseitigen. Die Versorgung umfasst perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL).
Wann ist sie anwendbar?
Bei symptomatischem, obstruierendem, infiziertem oder spontan nicht ausreichend abgangsfähigem Stein; Lage, Größe, Harnabfluss, Infekt, Gerinnung und Nierenfunktion bestimmen Extraktion, Ureterorenoskopie, PCNL oder ESWL. Erforderliche Kernleistung: Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL); sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. A1862 | Kernposition | Perkutane intrakorporale Nierensteinzertrümmerung. BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage einer Nierenfistel. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
| GOÄ-Nr. 3550 | Bedingt / alternativ | Blutbild. Nur bei medizinischer Indikation und zulässiger eigener Laborleistung; echtes Fremdlabor rechnet selbst. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie“ sowie „Nierenstein – Entfernung durch Pyelotomie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. A1862: BÄK-Komplex analog Nr. 1838 plus Nr. 1852; enthält Zertrümmerung, pyeloskopische Fragmententfernung und Anlage einer Nierenfistel.
Steinlast und Zugang
Dilatation/Zertrümmerung
Fragmentfreiheit
Nephrostomie
Blutung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
