Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie

Urologie · Steinerkrankungen

FachgruppeUrologie
ThemenbereichSteinerkrankungen
KernpositionenGOÄ-Nr. A1863
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 5230
GOÄ-Abrechnung für Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erweitert beziehungsweise inzidiert eine lokalisierte Enge von Nierenbeckenabgang oder Harnleiter, um den Harnabfluss wiederherzustellen. Die Versorgung umfasst transurethrale oder perkutane Endopyelotomie.

Wann ist sie anwendbar?

Bei bildgebend und funktionell relevanter Stenose mit geeigneter Länge und Anatomie; Infektion, Seite, Rekonstruktionsalternativen und notwendige Schienung sind zu beachten. Erforderliche Kernleistung: Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. A1863KernpositionTransurethrale oder perkutane Endopyelotomie. BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852; Stent/Nephrostomie und Darstellung nach 5220 sind enthalten.
GOÄ-Nr. 5230Bedingt / alternativDarstellung von Harnblase und/oder Harnröhre mit Kontrastmittel. Darstellung von Blase/Urethra nur wenn zusätzlich erforderlich und vollständig erbracht.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Weitere Angaben zu den Positionen

GOÄ A1863

Kernposition der Kombination

Analog bewertet zu:
1827
1852
Analoge Leistung: endopyelotomie

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ sowie „Akute Nierenkolik – urologische Diagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. A1863: BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852; Stent/Nephrostomie und Darstellung nach 5220 sind enthalten.

Zugangsweg

Stenose und Inzision

Harnableitung

Kontrastdarstellung

Komplikationen

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 5230 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Darstellung von Blase/Urethra nur wenn zusätzlich erforderlich und vollständig erbracht.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.