Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie
Urologie · Steinerkrankungen

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Erweitert beziehungsweise inzidiert eine lokalisierte Enge von Nierenbeckenabgang oder Harnleiter, um den Harnabfluss wiederherzustellen. Die Versorgung umfasst transurethrale oder perkutane Endopyelotomie.
Wann ist sie anwendbar?
Bei bildgebend und funktionell relevanter Stenose mit geeigneter Länge und Anatomie; Infektion, Seite, Rekonstruktionsalternativen und notwendige Schienung sind zu beachten. Erforderliche Kernleistung: Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein. Grenze: BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. A1863 | Kernposition | Transurethrale oder perkutane Endopyelotomie. BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852; Stent/Nephrostomie und Darstellung nach 5220 sind enthalten. |
| GOÄ-Nr. 5230 | Bedingt / alternativ | Darstellung von Harnblase und/oder Harnröhre mit Kontrastmittel. Darstellung von Blase/Urethra nur wenn zusätzlich erforderlich und vollständig erbracht. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Kernposition der Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL/PNL)“ sowie „Akute Nierenkolik – urologische Diagnostik“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. A1863: BÄK-Komplex analog Nr. 1827 plus Nr. 1852; Stent/Nephrostomie und Darstellung nach 5220 sind enthalten.
Zugangsweg
Stenose und Inzision
Harnableitung
Kontrastdarstellung
Komplikationen
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 5230 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Darstellung von Blase/Urethra nur wenn zusätzlich erforderlich und vollständig erbracht.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
