Anale/perianale Kondylome – chemochirurgische Behandlung

Abrechnungshinweise für Proktologie

FachgruppeProktologie
KernpositionenGOÄ-Nr. 756
GOÄ-Abrechnung für Anale/perianale Kondylome – chemochirurgische Behandlung

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Erkennt und behandelt HPV-assoziierte anale Läsionen; bei atypischen Befunden dient Gewebe der Abgrenzung einer hochgradigen intraepithelialen Neoplasie. Die Behandlung umfasst chemochirurgische Behandlung spitzer Kondylome, auch in mehreren Sitzungen.

Wann ist sie anwendbar?

Bei sicht- oder tastbaren anogenitalen Läsionen, Rezidiv oder Dysplasieverdacht; Ausdehnung, Immunsuppression und Histologie bestimmen lokale Therapie und Nachkontrolle. Erforderliche Kernleistung: Chemochirurgische Behandlung spitzer Kondylome, auch in mehreren Sitzungen; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher –. Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig.
GOÄ-Nr. 5Bedingt / alternativSymptombezogene Untersuchung. Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8.
GOÄ-Nr. 11Bedingt / alternativDigitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist.
GOÄ-Nr. 705Bedingt / alternativProktoskopie. Nur bei tatsächlich durchgeführter intraanaler Diagnostik.
GOÄ-Nr. 756KernpositionChemochirurgische Behandlung spitzer Kondylome, auch in mehreren Sitzungen
GOÄ-Nr. 297Bedingt / alternativEntnahme und Aufbereitung von Abstrichmaterial zur zytologischen Untersuchung. Nur bei tatsächlich entnommenem Zytologieabstrich.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

GOÄ-Nummer 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher –; Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig..

GOÄ-Nummer 5: Symptombezogene Untersuchung; Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8..

GOÄ-Nummer 11: Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata; Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist..

GOÄ-Nummer 705: Proktoskopie; Nur bei tatsächlich durchgeführter intraanaler Diagnostik..

GOÄ-Nummer 756: Chemochirurgische Behandlung spitzer Kondylome, auch in mehreren Sitzungen.

GOÄ-Nummer 297: Entnahme und Aufbereitung von Abstrichmaterial zur zytologischen Untersuchung; Nur bei tatsächlich entnommenem Zytologieabstrich..

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.