Analfistel – Sondierung mit funktioneller/endoanaler Zusatzdiagnostik
Abrechnungshinweise für Proktologie

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Sondiert den Fistelgang und bestimmt mit Funktions- beziehungsweise endoanaler Diagnostik seine innere und äußere Öffnung, den Verlauf durch den Schließmuskel sowie mögliche Abszesshöhlen für die Operationsplanung. Die Abklärung umfasst sondierung mit funktioneller/endoanaler Zusatzdiagnostik.
Wann ist sie anwendbar?
Bei persistierender perianaler Sekretion, rezidivierendem Abszess oder klinisch erkennbarem Fistelostium; die Untersuchung soll Gangverlauf und Sphinkterbezug klären, ohne einen unklaren Gang gewaltsam zu sondieren. Erforderliche Kernleistung: Sondierung mit funktioneller/endoanaler Zusatzdiagnostik; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Bedingt / alternativ | Beratung – auch mittels Fernsprecher –. Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig. |
| GOÄ-Nr. 5 | Bedingt / alternativ | Symptombezogene Untersuchung. Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8. |
| GOÄ-Nr. 11 | Bedingt / alternativ | Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist. |
| GOÄ-Nr. 705 | Bedingt / alternativ | Proktoskopie. Nur bei tatsächlich durchgeführter Proktoskopie. |
| GOÄ-Nr. 321 | Kernposition | Untersuchung natürlicher Gänge oder Fisteln mittels Sonde oder Fistelkatheter, gegebenenfalls einschließlich anschließender Injektion oder Instillation |
| GOÄ-Nr. 410 | Bedingt / alternativ | Ultraschalluntersuchung eines Organs – hier Darm/Analregion. Nur bei tatsächlich durchgeführter sonographischer Organuntersuchung; untersuchtes Organ in der Rechnung angeben. |
| GOÄ-Nr. 403 | Bedingt / alternativ | Zuschlag zur Sonographie bei transkavitärer Untersuchung. Nur zusätzlich zu einer berechnungsfähigen Sonographie und tatsächlich transkavitärer/endoanaler Durchführung; nicht neben den Nrn. 676 bis 692. |
| GOÄ-Nr. A704 | Bedingt / alternativ | Analtonometrie analog Nr. 1791. Nur bei tatsächlich zusätzlicher Funktionsdiagnostik. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Weitere Angaben zu den Positionen
Bedingte oder alternative Position
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
GOÄ-Nummer 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher –; Nur bei tatsächlich erbrachter Beratung; neben Leistungen der Abschnitte C bis O im Behandlungsfall zusammen mit Nr. 5 grundsätzlich nur einmal berechnungsfähig..
GOÄ-Nummer 5: Symptombezogene Untersuchung; Nur bei tatsächlich durchgeführter symptombezogener Untersuchung; nicht neben den Nrn. 6 bis 8..
GOÄ-Nummer 11: Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata; Nur bei tatsächlich eigenständig durchgeführter diagnostischer Digitaluntersuchung des Mastdarms und/oder der Prostata. Nicht zusätzlich ableiten, wenn die Digitaluntersuchung bereits Bestandteil einer vollständig berechneten Leistung (z. B. Nr. 6 oder 7) oder lediglich unselbständige Teilleistung der jeweiligen Zielleistung ist..
GOÄ-Nummer 705: Proktoskopie; Nur bei tatsächlich durchgeführter Proktoskopie..
GOÄ-Nummer 321: Untersuchung natürlicher Gänge oder Fisteln mittels Sonde oder Fistelkatheter, gegebenenfalls einschließlich anschließender Injektion oder Instillation.
GOÄ-Nummer 410: Ultraschalluntersuchung eines Organs – hier Darm/Analregion; Nur bei tatsächlich durchgeführter sonographischer Organuntersuchung; untersuchtes Organ in der Rechnung angeben..
GOÄ-Nummer 403: Zuschlag zur Sonographie bei transkavitärer Untersuchung; Nur zusätzlich zu einer berechnungsfähigen Sonographie und tatsächlich transkavitärer/endoanaler Durchführung; nicht neben den Nrn. 676 bis 692..
GOÄ-Nummer A704: Analtonometrie analog Nr. 1791; Nur bei tatsächlich zusätzlicher Funktionsdiagnostik..
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Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
