Welche GOÄ-Ziffern sind für „Schilddrüsensonographie“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Radiologie für das Thema „Schilddrüsensonographie“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Schilddrüsensonographie“ in Betracht?
Für „Schilddrüsensonographie“ führt die Kette GOÄ-Nr. 417 als Kernposition. GOÄ-Nr. 401 kommt nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Schilddrüsensonographie“ stehen Schilddrüse, Ultraschall, Knoten. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere Modalität, Körperregion, Zahl der Ebenen oder Serien, Kontrastmittelphase, interventionelle Zusatzleistung und modalitätsspezifische Höchstwerte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 417 | Kernposition | Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse |
| GOÄ-Nr. 401 | Bedingt / alternativ | Nur bei zusätzlicher Duplexuntersuchung und unter Beachtung der Ausschlüsse. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Schilddrüsensonographie“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse
Bedingte oder alternative Position
Nur bei zusätzlicher Duplexuntersuchung und unter Beachtung der Ausschlüsse.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Schilddrüsensonographie“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Schilddrüsensonographie“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Schilddrüsensonographie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Duplexsonographie von Gefäßen“ sowie „Mammasonographie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Schilddrüsensonographie“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Schilddrüse, Ultraschall, Knoten
rechtfertigende Indikation, Modalität, Region und Seite, Ebenen beziehungsweise Sequenzen, Kontrastmittel und eigenständige Interventionen
GOÄ-Nr. 417: Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse
Schilddrüsenvolumen
Knotenbeschreibung
Vaskularisation sofern untersucht
Behandlungstag, eigenständige Leistungsschritte und die Zuordnung jeder Position zur tatsächlichen Dokumentation
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Schilddrüsensonographie“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Schilddrüsensonographie“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 417 (Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 401 gilt zusätzlich: Nur bei zusätzlicher Duplexuntersuchung und unter Beachtung der Ausschlüsse.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Schilddrüsensonographie“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Weitere Ebenen, Regionen, Kontrastmittel- oder Interventionspositionen dürfen nicht aus der Untersuchungsbezeichnung, sondern nur aus dem dokumentierten Protokoll folgen.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 401 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei zusätzlicher Duplexuntersuchung und unter Beachtung der Ausschlüsse.
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Schilddrüsensonographie“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Radiologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Duplexsonographie von Gefäßen
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Sonographie eines oder mehrerer Organe einschließlich möglichem Duplex
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 417. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.
Dieser Artikel behandelt gezielt „Schilddrüsensonographie“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Duplexsonographie von Gefäßen“ sowie „Mammasonographie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
