Suprapubische Harnableitung durch Punktion

Urologie · Katheter und Harnableitung

FachgruppeUrologie
ThemenbereichKatheter und Harnableitung
KernpositionenGOÄ-Nr. 1795
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 410
GOÄ-Abrechnung für Suprapubische Harnableitung durch Punktion

Zweck und Anwendbarkeit

Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?

Legt bei nicht ausreichend transurethral ableitbarer Harnblase einen suprapubischen Katheter durch Punktion an und stellt einen druckarmen Harnabfluss her. Die Abklärung umfasst perkutane Anlage einer Harnblasenfistel durch Punktion.

Wann ist sie anwendbar?

Bei akutem oder längerfristigem Ableitungsbedarf mit gefüllter, sicher punktierbarer Blase und ungeeignetem beziehungsweise zu vermeidendem transurethralem Zugang; Gerinnung, Infekt, Voroperationen und sonographische Lage sind zu prüfen. Erforderliche Kernleistung: Perkutane Anlage einer Harnblasenfistel durch Punktion; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.

GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1795KernpositionPerkutane Anlage einer Harnblasenfistel durch Punktion einschließlich Kathetereinlegung. Katheter verbleibt als suprapubische Ableitung.
GOÄ-Nr. 410Bedingt / alternativUltraschalluntersuchung der Harnblase. Nur bei eigenständiger sonographischer Untersuchung; reine technische Führung nicht zusätzlich ansetzen.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen

Davon abzugrenzen sind „Suprapubischer Blasenfistelkatheter – Wechsel“ sowie „Perkutane Anlage einer Nierenfistel/Nephrostomie“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Dokumentation für diesen Abrechnungsfall

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 1795: Katheter verbleibt als suprapubische Ableitung.

Indikation und Blasenfüllung

Punktionsweg

Kathetertyp und Fixation

Komplikationskontrolle

Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall

1.

GOÄ-Nr. 410 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei eigenständiger sonographischer Untersuchung; reine technische Führung nicht zusätzlich ansetzen.

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Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.