Samenleiterunterbindung beidseits im Rahmen einer anderen Operation
Urologie · Andrologie und Sexualmedizin

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Unterbricht beide Samenleiter als dauerhafte männliche Kontrazeption und erfordert nach dem Eingriff den Nachweis fehlender relevanter Spermien vor Verzicht auf andere Verhütung. Der Eingriff umfasst unterbindung beider Samenleiter in Verbindung mit anderer Operation.
Wann ist sie anwendbar?
Nach abgeschlossener Familienplanung und ausführlicher Aufklärung über Dauerhaftigkeit, Versagerrisiko und notwendige Ejakulatkontrolle; Kombination mit anderem Eingriff muss medizinisch und abrechnerisch getrennt sein. Erforderliche Kernleistung: Unterbindung beider Samenleiter in Verbindung mit anderer Operation; sie muss tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1757 | Kernposition | Unterbindung beider Samenleiter in Verbindung mit anderer Operation |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Kombinationsregeln und Alternativen
Hinweise zur Kombination
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Vasektomie – beidseitige Samenleiterunterbindung“ sowie „Vasektomie – Unterbindung eines Samenleiters“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1757: Unterbindung beider Samenleiter in Verbindung mit anderer Operation
Hauptoperation
eigenständige Indikation zur Samenleiterunterbindung
beidseitige Durchführung
Einwilligung
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 250 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
