Welche GOÄ-Ziffern sind für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ berechnungsfähig?
Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“.

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ in Betracht?
Für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ führt die Kette GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 5 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1754, GOÄ-Nr. 4042 und GOÄ-Nr. 250 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.
Bei der Abrechnung von „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ stehen Erektile Dysfunktion, Impotenz, Doppler. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 1754 | Bedingt / alternativ | Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung |
| GOÄ-Nr. 4042 | Bedingt / alternativ | Testosteron nur bei Indikation; M-III-Labor nur bei eigener Leistung. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Wann sind die einzelnen Positionen für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ berechnungsfähig?
Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.
Kernposition der Kombination
Beratung – auch mittels Fernsprecher
Kernposition der Kombination
Symptombezogene Untersuchung
Bedingte oder alternative Position
Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung
Bedingte oder alternative Position
Testosteron nur bei Indikation; M-III-Labor nur bei eigener Leistung.
Bedingte oder alternative Position
Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase.
Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“?
Besondere Dokumentationsvorgaben
Wie grenzt sich „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?
Dieser Artikel behandelt gezielt „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – Implantation einer hydraulischen Penisprothese“ sowie „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.
Was sollte für die Abrechnung von „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ dokumentiert werden?
Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Erektile Dysfunktion, Impotenz, Doppler
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung
Sexual- und Medikamentenanamnese
Genitalbefund
Gefäßdiagnostik
Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ aussehen?
Dokumentierter Beispielfall
Der Beispielfall dokumentiert „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 1 (Beratung – auch mittels Fernsprecher); GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1754 gilt zusätzlich: Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung.
Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.
Welche Abrechnungsfehler sollten für „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ vermieden werden?
1.
Prüfpunkt 1
Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.
2.
Prüfpunkt 2
GOÄ-Nr. 1754 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung
3.
Prüfpunkt 3
Bei „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.
4.
Prüfpunkt 4
Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.
Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Erektile Dysfunktion – Implantation einer hydraulischen Penisprothese
Dazu gehören:
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Männlicher Hypogonadismus – andrologische Basisabklärung
Verwandter Artikel mit eigener Leistungsfrage
Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Dieser Artikel behandelt gezielt „Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – Implantation einer hydraulischen Penisprothese“ sowie „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
