Erektile Dysfunktion – andrologische Basisdiagnostik
Urologie · Andrologie und Sexualmedizin

Zweck und Anwendbarkeit
Wofür ist diese Ziffernkette gedacht?
Differenziert vaskuläre, hormonelle, neurologische, medikamentöse und psychische Ursachen einer Erektionsstörung und erfasst zugleich kardiovaskuläre Risikohinweise. Die Abklärung umfasst beratung und symptombezogene Untersuchung.
Wann ist sie anwendbar?
Bei anhaltender subjektiv belastender Erektionsstörung; Sexualanamnese, Risikofaktoren, Medikamentenprüfung und gezielte Labor- beziehungsweise Gefäßdiagnostik werden stufenweise eingesetzt. Erforderliche Kernleistungen: Beratung und symptombezogene Untersuchung; sie müssen tatsächlich erbracht und dokumentiert sein.
GOÄ-Ziffern und Voraussetzungen
| Position | Rolle | Entscheidende Voraussetzung |
|---|---|---|
| GOÄ-Nr. 1 | Kernposition | Beratung – auch mittels Fernsprecher |
| GOÄ-Nr. 5 | Kernposition | Symptombezogene Untersuchung |
| GOÄ-Nr. 1754 | Bedingt / alternativ | Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung |
| GOÄ-Nr. 4042 | Bedingt / alternativ | Testosteron, Ligandenassay. Testosteron nur bei Indikation; M-III-Labor nur bei eigener Leistung. |
| GOÄ-Nr. 250 | Bedingt / alternativ | Blutentnahme mittels Spritze, Kanüle oder Katheter aus der Vene. Nur bei tatsächlich durchgeführter venöser Blutentnahme in einer eigenständigen diagnostischen Behandlungsphase. |
Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.
Abgrenzung zu ähnlichen Abrechnungsfällen
Davon abzugrenzen sind „Erektile Dysfunktion – Implantation einer hydraulischen Penisprothese“ sowie „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.
Dokumentation für diesen Abrechnungsfall
Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate
GOÄ-Nr. 1: Beratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung
Sexual- und Medikamentenanamnese
Genitalbefund
Gefäßdiagnostik
Hormonindikation
Therapieoptionen
Typische Fehler in diesem Abrechnungsfall
1.
GOÄ-Nr. 1754 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung
Ähnliche Abrechnungsfälle
Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.
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Über den Autor
Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.
