Welche GOÄ-Ziffern sind für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ berechnungsfähig?

Praxisleitfaden zur GOÄ-Abrechnung in der Fachgruppe Urologie für das Thema „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“.

FachgruppeUrologie
ThemenbereichAndrologie und Sexualmedizin
KernpositionenGOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410
Nur bei ZusatzleistungGOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 1754
PrüfmaßstabLeistungsinhalt, Ausschlüsse und Dokumentation einzeln prüfen
GOÄ-Abrechnung für Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung

Welche GOÄ-Ziffern kommen für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ in Betracht?

Für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 1754 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Bei der Abrechnung von „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ stehen Peyronie, Induratio penis plastica, Penisdeviation. Für die Abrechnungsentscheidung sind insbesondere betroffenes Organ und Seite, diagnostischer oder operativer Zugangsweg, Endoskopie, Funktionsmessung, Probengewinnung und selbständige Behandlungsschritte maßgeblich. Der Titel der Behandlung ersetzt keinen dieser Leistungsnachweise.

PositionRolleEntscheidende Voraussetzung
GOÄ-Nr. 1Bedingt / alternativBeratung – auch mittels Fernsprecher
GOÄ-Nr. 5KernpositionSymptombezogene Untersuchung
GOÄ-Nr. 1754Bedingt / alternativDirektionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung
GOÄ-Nr. 410KernpositionSonographie der Plaque/Corpora bei tatsächlicher Durchführung.

Wichtig: Die Tabelle beschreibt Entscheidungspunkte, keine automatisch abrechenbare Pauschale.

Wann sind die einzelnen Positionen für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ berechnungsfähig?

Jede Position ist anhand ihres vollständigen Leistungsinhalts und der konkret hinterlegten Abhängigkeiten zu beurteilen.

GOÄ 1

Bedingte oder alternative Position

Beratung – auch mittels Fernsprecher

GOÄ 5

Kernposition der Kombination

Symptombezogene Untersuchung

GOÄ 1754

Bedingte oder alternative Position

Direktionale Doppler-Sonographie der Penisgefäße und/oder Skrotalfächer mit Registrierung

GOÄ 410

Kernposition der Kombination

Sonographie der Plaque/Corpora bei tatsächlicher Durchführung.

Welche Abrechnungspfade und Sonderregeln gelten für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“?

Hinweise zur Kombination

Der Duplexzuschlag Nr. 401 ist neben Nr. 1754 nicht berechnungsfähig.

Besondere Dokumentationsvorgaben

Plaquelokalisation und Krümmung
Schmerz/Erektionsfunktion
Sonographie/Duplex
Therapieplanung

Wie grenzt sich „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ von ähnlichen Abrechnungsfällen ab?

Dieser Artikel behandelt gezielt „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“ sowie „Priapismus – beidseitige Gefäßanastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Entscheidend ist nicht nur die Diagnose oder Behandlungsbezeichnung, sondern welcher Leistungsumfang im konkreten Fall vollständig erbracht wurde.

Was sollte für die Abrechnung von „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ dokumentiert werden?

Behandlungsanlass und konkrete fachliche Fragestellung: Peyronie, Induratio penis plastica, Penisdeviation

Organ, Seite, Indikation, Zugangsweg, Untersuchungs- oder Operationstechnik, Befund und Proben beziehungsweise Implantate

GOÄ-Nr. 5: Symptombezogene Untersuchung

GOÄ-Nr. 410: Sonographie der Plaque/Corpora bei tatsächlicher Durchführung.

Plaquelokalisation und Krümmung

Schmerz/Erektionsfunktion

Sonographie/Duplex

Wie kann ein konkreter Leistungsablauf für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ aussehen?

Dokumentierter Beispielfall

Der Beispielfall dokumentiert „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“. Vollständig erbracht und getrennt dokumentiert werden GOÄ-Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung); GOÄ-Nr. 410 (Sonographie der Plaque/Corpora bei tatsächlicher Durchführung). Für die bedingte Position GOÄ-Nr. 1 gilt zusätzlich: Beratung – auch mittels Fernsprecher.


Aus diesem Ablauf dürfen nur die Positionen übernommen werden, deren Voraussetzungen in der Dokumentation tatsächlich belegt sind.

Welche Abrechnungsfehler sollten für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ vermieden werden?

1.

Prüfpunkt 1

Diagnostische und operative Endoskopie, Zugangsleistungen, Probenentnahme und Nachbehandlung sind nur bei jeweils selbständig erfülltem Leistungsinhalt kombinierbar.


2.

Prüfpunkt 2

GOÄ-Nr. 1 wird angesetzt, obwohl die konkrete Zusatzvoraussetzung nicht belegt ist: Beratung – auch mittels Fernsprecher


3.

Prüfpunkt 3

Bei „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ werden Kern-, Zusatz- und Alternativpositionen nicht getrennt beurteilt.


4.

Prüfpunkt 4

Die vollständige Ziffernkette wird aus dem Titel übernommen, ohne jede Position und Alternative einzeln zu prüfen.

Welche Urologie-Abrechnungskombinationen sind fachlich verwandt?

Maßgeblich bleiben die aktuelle GOÄ, der konkrete Behandlungsfall und die vollständige Leistungsdokumentation.

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Für „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ führt die Kette GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410 als Kernpositionen. GOÄ-Nr. 1 und GOÄ-Nr. 1754 kommen nur bei zusätzlichem oder alternativem Leistungsinhalt in Betracht.

Als Kernpositionen nennt die Kombination GOÄ-Nr. 5 und GOÄ-Nr. 410. Auch diese Positionen sind nur bei vollständig erbrachtem Leistungsinhalt berechnungsfähig.

Dieser Artikel behandelt gezielt „Induratio penis plastica – Diagnostik und Gefäßbeurteilung“ und nicht einen allgemeinen Sammelblock dieser Fachgruppe. Davon abzugrenzen sind „Männliche Infertilität – andrologische Diagnostik mit Spermiogramm“ sowie „Priapismus – beidseitige Gefäßanastomose“. Diese Themen besitzen einen anderen dokumentierten Leistungsumfang und deshalb jeweils eine eigene Abrechnungsseite.

Nein. Die Kette ist ein strukturiertes Abrechnungsbeispiel. Jede Position, Alternative, Wiederholung und Auslage muss anhand der tatsächlichen Leistung, Dokumentation und Ausschlussbestimmungen geprüft werden.

Autor des Artikels

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von unserem Gründer und Geschäftsführer Felix Vogel erstellt. Er beschäftigt sich täglich mit GOÄ-Prozessen, Rechnungsstellung und modernen Alternativen zur klassischen Rechnungsabtretung.



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